Andre Richter und der VfB Lünen mussten im Kreispokal in das Elfmeterschießen. © Günther Goldstein
Fußball-Kreispokal

Elfmeterschießen bringt Entscheidung: VfB Lünen quält sich gegen C-Ligisten, Preußen chancenlos

Der VfB Lünen und der SV Preußen waren am Donnerstag im Kreispokal gefordert. Während die Süder bis ins Elfmeterschießen gehen musste, war die Partie der Preußen frühzeitig entschieden.

Mit dem VfB Lünen und dem SV Preußen waren am Donnerstag zwei Teams im Kreispokal im Einsatz, die sich noch am vergangenen Wochenende in der Liga gegenüberstanden. Während der VfB am Sonntag beim 10:1-Kantersieg keinerlei Probleme hatte, brachte C-Ligist SG Lütgendortmund die Süder im Pokal an den Rand einer Niederlage. Der SV Preußen musste sich derweil erneut deutlich geschlagen geben.

Auch wenn es eine abgedroschene Floskel ist: „Der Pokal schreibt seine eigenen Gesetze“ bewahrheitet sich auch auf Amateurebene immer wieder. Gegen den C-Ligisten SG Lütgendortmund ging der VfB Lünen am Donnerstagabend als klarer Favorit in die erste Pokalrunde – und zunächst schien es so, als könnten die Süder dieser Rolle gerecht werden.

VfB Lünen muss zahlreiche Spieler ersetzen

In der 25. Minute brachte Pascal Wiemer die Gäste mit 1:0 in Führung. Anschließend hatte der VfB gleich mehrere Chancen, um den Vorsprung auszubauen, blieb aber ohne Erfolg. Letztlich ging es mit einem knappen 1:0 in die Halbzeit. „Wir mussten auf etliche Spieler verzichten und auch deshalb war es eine zerfahrene Partie, in der wir eigentlich irgendwann das 2:0 machen müssen. Lütgendortmund war aber auch ein guter Gegner, der uns alles abverlangt hat“, erklärte VfB-Trainer Mark Bördeling.

Kurz nach der Pause gelang den Gastgebern dann der 1:1-Ausgleich (51.), der schlussendlich bis zum Abpfiff Bestand hatte. Die Konsequenz: Elfmeterschießen. Hier bewahrte VfB-Keeper Matthias Kozlik sein Team mit zwei gehaltenen Elfmetern vor dem überraschenden Pokal-Aus und sicherte den 5:2-Sieg nach Elfmeterschießen. „Wir sind weitergekommen und das ist am Ende das, was zählt“; konstatierte Bördeling abschließend.

Zeitgleich stand auch für den SV Preußen Lünen der Kreispokal auf dem Terminplan. Beim B-Ligisten FC Wellinghofen setzte es für die Mannschaft von Trainer Patrick Höfig allerdings eine satte 0:5-Niederlage.

Viele Baustellen beim SV Preußen

Zur Pause lagen die Preußen trotz eines 0:2-Rückstands noch in Schlagdistanz, doch das 0:3 unmittelbar nach Wiederanpfiff (48.) ließ die zaghaften Hoffnungen auf ein Comeback im Keim ersticken. Stattdessen schraubte der FC das Ergebnis mit dem 4:0 (54.) und 5:0 (90.) noch deutlich in die Höhe.

Jannik Klage und der SV Preußen Lünen blieben gegen den FC Wellinghofen ohne Chance.
Jannik Klage und der SV Preußen Lünen blieben gegen den FC Wellinghofen ohne Chance. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

„Es ist derzeit keine einfache Situation für uns und momentan haben wir viele Nebenbaustellen. Letztlich haben wir 60 Minuten schlecht und nur 30 Minuten gut gespielt. Das reicht dann einfach nicht“, so SVP-Trainer Patrick Höfig, der dennoch auch positive Schlüsse aus der 0:5-Niederlage zog.

„Wir haben nach dem 0:4 gezeigt, dass wir schon auch gut zusammenspielen und Torchancen kreieren können. Nichtsdestotrotz müssen wir einfach besser verteidigen und wir wissen auch, dass es die Jungs eigentlich besser können, als es die letzten beiden Partien vermuten lassen.“

Sowohl auf den VfB als auch auf die Preußen wartet nun erst einmal wieder der Liga-Alltag. Am Sonntag (15 Uhr) geht es für den VfB dabei mit einem Auswärtsspiel bei Osmanlispor Dortmund weiter, währenddessen trifft der SVP auf heimischer Anlage auf den VfL Kemminghausen II.

Über den Autor
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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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