Samni Ojo (3.v.l.) besiegte seinen Ex-Verein deutlich. © Günther Goldstein
Fußball

Ex-Lüner des PSV Bork schießen den SV Preußen ab

Der SV Preußen hat sein Heimspiel gegen den PSV Bork deutlich verloren. Die Leistung war allerdings nicht so schlecht wie das Ergebnis. Getroffen haben ausschließlich ehemalige Lüner.

Trotz der hohen Niederlage gegen einen Fußball-B-Ligisten war Patrick Höfig, Trainer des SV Preußen, nicht verstimmt. Ein Ex-Preuße im Dress des PSV Bork hat den Lüner A-Ligisten eiskalt bestraft.

Jahrelang ging Maik Küchler für den SVP auf Torejagd, ehe der Stürmer erst bei Westfalia Wethmar und dann beim PSV landete. Gegen seinen Ex-Klub, inzwischen trainiert vom ehemaligen Mitspieler Höfig, dauerte es 17 Minuten, ehe Küchler erstmals traf.

Maik Küchler trifft gegen den SV Preußen

Nach einer Freistoß-Flanke traf Küchler ins Netz. „Das darf uns nicht passieren. Man weiß, wie gefährlich er immer noch vor dem Tor ist“, sagte Höfig, der Küchler in der Vorbesprechung mit seiner Elf extra angesprochen hatte.

Grundsätzlich machten die Preußen aber ein solides Spiel, hielten Borks Spielertrainer Sanmi Ojo – ein weiterer Ex-Mitspieler Höfigs – gut im Zaum und erarbeiteten sich selbst Chancen.

Allerdings verpassten es sowohl Lennard Wulle nach nur zwei Minuten, als auch Sascha Umlandt mit gleich zwei Gelegenheiten, den erneut starken Marvin Kemmann im PSV-Tor zu überwinden. Das sah beim 5:2 über B-Ligist BV Lünen II am Freitag noch ganz anders aus.

Christian Voßschmidt mit Doppelpack für den PSV Bork

„Belohnt haben wir uns auf keinen Fall“, so Höfig. Stattdessen bestrafte Bork die Horstmarer in der Endphase eiskalt. Per Elfmeter stellte Küchler in der 70. Minute auf 2:0. Christian Voßschmidt, vormals für den VfB Lünen aktiv, stellte per Doppelschlag (82./86.) auf 4:0 – ein zu hohes Ergebnis für Höfig, dessen Elf spätestens ab der 75. Minute keine Reserven mehr gehabt hätte.

„Je zwei der Tore durch einen Stürmer sind gut für die Moral“, so PSV-Spielertrainer Ojo. „Das Ergebnis passt, aber spielerisch ist es bei uns eine Achterbahnfahrt“, sagt der Borker, den es ärgere, dass seine Elf nicht konstant genug spiele.

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