Volleyball

Fünfsatz-Krimi ohne Happy End: Tiebreak bringt die Entscheidung bei den Damen des Lüner SV

Es war eine wahre Achterbahnfahrt, die die Verbandsliga-Damen des Lüner SV am zweiten Spieltag der neuen Saison erlebten. Die Entscheidung fiel am vergangenen Wochenende dabei erst im Tiebreak.
Trainer Andreas Josch und die Damen des Lüner SV mussten sich am Wochenende denkbar knapp geschlagen geben. © Goldstein

Sowohl die Oberliga-Herren als auch die Verbandsliga-Damen des Lüner SV feierten vor Wochenfrist am Ende deutliche Siege zum Auftakt der neuen Volleyballsaison. Am zweiten Spieltag wurde nun vor allem das Spiel der Damen zu einem echten Krimi.

Männer Oberliga 3

Eintracht Augustdorf – Lüner SV 3:0 (25:22, 28:26, 25:23)

Unter Wert geschlagen wurden die Löwen im Lipperland. Das Spiel bei Eintracht Augustdorf war dabei über die gesamte Spieldauer eng umkämpft. Alle drei Sätze endeten denkbar knapp, der zweite Durchgang ging sogar in die Verlängerung. Letztlich mussten die LSV-Herren allerdings mit einer 0:3-Pleite im Gepäck die Rückreise antreten.

Frauen Verbandsliga 3

TB Höntrop – Lüner SV 3:2 (19:25, 25:18, 14:25, 25:22, 15:13)

Mit einem Punkt kehrten die Löwinnen aus Wattenscheid zurück – deren drei hätten es durchaus sein können. „Die ersten drei Sätze wurden jeweils von der Mannschaft mit den besseren Aufschlägen diktiert“, so LSV-Trainer Andreas Josch. Lünen gewann den ersten und dritten Satz deutlich und lag im vierten Durchgang gut im Rennen, bis Mittelblockerin Helen Weber umknickte und ausscheiden musste.

„Im Tiebreak haben wir noch von 10:14 auf 13:14 aufgeholt, dann segelte der entscheidende Ball aber ins Aus“, bedauert Josch. „Aber auf dem Spiel und dem Punktgewinn können wir aufbauen.“

LSV: Jenny Golombek, Anna-Lena Hageneier, Corinna Itzenga, Mia Köppen, Nadine Kowol, Stella Salaw, Jessica Sauli, Joline Tismar, Misela Tresk, Helen Weber

Frauen Bezirksklasse 18

TV Hörde IV – DJK SuS Brambauer 3:1 (25:16, 25:13, 21:25, 27:25)

Die Brambaueranerinnen brauchten zwei Sätze, um sich in der neuen, höheren Spielklasse zurechtzufinden. Dann aber jagten sie den Gastgeberinnen einen Satz ab und hätten um ein Haar sogar ihren ersten Liga-Punkt geholt. „Die Abwehr stand besser und die Angriffe wurden konsequenter durchgezogen. Leider konnten wir im vierten Satz insgesamt fünf Satzbälle nicht nutzen“, so DJK-Trainerin Elisabeth Reinkober.

DJK: Laura Balbierz, Lea Bergmann, Nora Bockmann, Franziska Drews, Irem Günes, Alexandra Iskakova, Louisa Hecke

Frauen Bezirksklasse 19

Lüner SV II – Königsborner SV 2:3 (25:17, 25:22, 21:25, 27:29, 13:15)

Mit einem Fünf-Satz-Thriller der Extraklasse stellte sich die zweite Frauen-Equipe des Lüner SV zum Saisonauftakt ihrem begeisterten Publikum vor. Die von Rebecca Keenan betreute LSV-Reserve erstritt sich dank eines starken Blocks und einer gut sortierten Feldabwehr eine 2:0-Satzführung, gab den dritten Satz durch eine späte Pechsträhne ab, erspielte sich im vierten Satz dann aber nacheinander drei Matchbälle – und holte im Tiebreak noch einen zwischenzeitlichen 0:6-Rückstand auf.

„Königsborn hatte das etwas bessere Stehvermögen sowie eine tolle Rettungsbilanz von verlorenen Bällen“, befand LSC-Coach Rebecca Keenan. Die Zuschauer waren jedenfalls kaum weniger erledigt als beide Mannschaften.

Lüner SV II – TuS Bönen 2:3 (25:22, 25:20, 17:25, 21:25, 11:15)

Nur sechzig Minuten nach dem kräftezehrenden 150-Minuten-Match hätte wohl niemand den LSV-Damen eine weitere Fünf-Satz-Schlacht zugetraut, doch die Partie gegen Bönen verlief nach demselben Drehbuch wie der Auftritt gegen Königsborn.

Wieder gingen die Löwinnen durch einen großen Kampf mit 2:0 Sätzen in Führung, doch diesmal ging ihnen tatsächlich die Puste aus. Es bleiben zwei hochverdiente Punkte aus dem ersten Liga-Spieltag.

LSV II: Jette Bärmig, Ivonne Casar, Sophie Daniel, Laura Grünewald, Marlene Köppen, Mia Köppen, Chiara Kuhn, Josephine Prinz, Lily Rodegro, Julia Mück, Riana Neuhaus, Hella Zabel

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