Furkan Kiymaz brachte die SG Gahmen bereits in der ersten Minute in Führung. © Timo Janisch
Fußball-Kreisliga A

Furkan Kiymaz legt wahnsinnigen Sieg-Sprint hin und verrät, was Bananen damit zutun haben

Nur wenige Augenblicke vor Spielschluss erzielte die SG Gahmen am Sonntag den Siegtreffer. Dafür musste ein Gahmener einen irren Sprint hinlegen. Der erklärt nun, was ihm die Kraft gegeben hat.

Lange biss sich die SG Gahmen am Sonntag bei der SG Alemannia Scharnhorst die Zähne aus. Erst kurz vor Schluss glückte der Siegtreffer zum 3:2. Das lag vor allem an einem Kraftakt eines Akteurs.

Einen 40-Meter-Sprint habe Furkan Kiymaz hingelegt, sagte Gahmens Trainer Kadir Kaya am Sonntag. In der Mitte brauchte Ahmet Karadumans nach der geglückten Vorlage Kiymaz‘ den Ball nur noch über die Linie drücken – 3:2.

„Es waren die letzten Minuten. Da habe ich eine Lücke gesehen, bin daraufhin losgesprintet und habe einen Steckpass in die Lücke bekommen“, beschreibt Kiymaz.

Ahmet Karaduman läuft mit Furkan Kiymaz mit

Glücklicherweise sei Teamkollege Karadumans mitgelaufen, so Kiymaz. „Also brauchte ich nur noch querlegen und er schob den Ball über die Linie“, erinnert sich der Vorlagengeber.

Ahmet Karaduman erzielte am Wochenende den Siegtreffer für die SG Gahmen.
Ahmet Karaduman (r.) erzielte am Wochenende den Siegtreffer für die SG Gahmen. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

Doch woher nahm der schnelle Offensivspieler die Kraft, nach bereits 90 Minuten Einsatzzeit, noch einen so langen Sprint anzuziehen? „Ich esse vor jedem Spiel immer eine Banane und in der Halbzeit eine Banane. Dies gibt mir die Kraft, 90 Minuten lang volle Leistung zu bringen“, sagt Kiymaz.

Der Gahmener achtet offenbar grundsätzlich auf seine Nahrungsaufnahme, um am Spieltag seine bestmögliche Leistung abzurufen. „Die Ernährung wird sehr unterschätzt in der Liga“, so Kiymaz.

Furkan Kiymaz: Eltern spielen eine Rolle

Doch nicht nur die Ernährung hat in Scharnhorst eine Rolle gespielt. Auch die Unterstützung seiner Eltern gebe ihm Kraft, so Kiymaz. „Wenn ich die Stimme meines Vaters oder die Stimme meiner Mutter an der Außenlinie höre, vergesse ich jede Art von Müdigkeit und gewinne Kraft dadurch, als wäre es ein Wunder“, sagt er.

Bereits früh in der Saison einen so emotionalen Sieg einzufahren, könnte der SGG einen wichtigen Auftrieb für die kommenden Wochen geben. Nach einem spielfreien kommenden Wochenende stehen im Oktober die ersten Topspiele für den Aufstiegsaspiranten an.

„So ein Sieg verbindet die Mannschaft. Da wir dieses Jahr viele Abgänge hatten, musste sich die Mannschaft neu finden“, sagt Kiymaz, der nachlegt: „Durch solche Siege schweißt sich eine Mannschaft zusammen.“

Der Wechsel auf den Kunstrasen-Platz in Kemminghausen und den nun beginnenden Bau des eigenen Kunstrasens an der Kaubrügge gibt der SGG zusätzlichen Aufwind.

„Nach all den harten Jahreszeiten auf Asche freut sich die Mannschaft natürlich umso mehr, bald auf Kunstrasen auflaufen zu dürfen“, so der flinke Akteur. „Da wir fast nur technisch begabte Fußballer sind und der Tempofußball uns sehr liegt, war es leider auf Asche nicht immer möglich, hundert Prozent unseres Könnens zu präsentieren“, sagt er. Das soll sich nun ändern. „Da sind wir uns sicher“, sagt Kiymaz.

Über den Autor
freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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Timo Janisch

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