Sascha Kirschstein stand in seiner Karriere unter anderem auch beim FC Ingolstadt unter Vertrag. © picture alliance / dpa
Fußball-Bezirksliga

Hintergründe zum Kirschstein-Kracher im Überblick: „So etwas hat es hier noch nie gegeben“

Vor knapp einer Woche verkündete BW Alstedde die Verpflichtung von Ex-Bundesliga-Torwart Sascha Kirschstein. Ein echter Transfer-Hammer. Wir haben alle Informationen und Hintergründe gesammelt.

Die Online-Plattform Transfermarkt.de bezifferte seinen Marktwert zu Höchstzeiten einst auf 2,5 Millionen Euro. Damals spielte Torwart Sascha Kirschstein noch für den Hamburger SV in der Bundesliga. Knapp 15 Jahre später zieht es den heute 40-Jährigen zu BW Alstedde in die Bezirksliga. Ein Transfer mit enormer Strahlkraft. Wir haben daher noch einmal alles Wissenswerte auf einen Blick zusammengetragen:

Hintergrund:

Im Juli 2017 beendete Kirschstein seine Profi-Laufbahn und lebt mittlerweile in Bergkamen. Die erfolgreichste Zeit seiner Karriere erlebte der 1,96 Meter große Schlussmann beim Hamburger SV, für den er zwischen 2005 und 2007 insgesamt 23 Spiele in der Bundesliga und drei Partien in der Champions League absolvierte.

Zuvor war Kirschstein bereits für Eintracht Braunschweig und Rot-Weiss Essen aktiv, ehe es ihn über den HSV, Greuther Fürth, Rot Weiss Ahlen, den FC Ingolstadt, Erzgebirge Aue bis in die rumänische erste Liga zu ACS Poli Timisoara verschlug. Eine bewegte Karriere, in der der einstige HSV-Torwart neben den Spielen in der Bundesliga und der Königsklasse zudem auf 137 Partien in der 2. Bundesliga, 91 Spiele in der Regionalliga und 20 Begegnungen in der rumänischen ersten Liga kommt.

Der Sportliche Leiter von BW Alstedde Benedikt Kuhne (l.) und Trainer Tim Hermes (r.) können demnächst auf die Profi-Erfahrung von Sascha Kirschstein zurückgreifen.
Der Sportliche Leiter von BW Alstedde Benedikt Kuhne (l.) und Trainer Tim Hermes (r.) können demnächst auf die Profi-Erfahrung von Sascha Kirschstein zurückgreifen. © Timo Janisch © Timo Janisch

Doch dass der Fußball auch nach der Profi-Laufbahn ein stetiger Begleiter des 40-Jährigen ist, zeigt nicht zuletzt der Umstand, dass Kirschstein vor seinem Engagement bei BW Alstedde unter anderem schon als Torwarttrainer beim A-Ligisten SVE Heessen auf dem Platz stand. Nun geht es für den gebürtigen Braunschweiger also wieder eine Liga höher – zu BW Alstedde in die Bezirksliga.

Statement Sascha Kirschstein:

„Ich war lange nicht mehr als Spieler auf dem Platz, aber habe zuletzt immer schon den Nachwuchs trainiert. Wenn man 19 Jahre Profi war, will man aber irgendwann doch auch nochmal auf den Platz. Ich freue mich auf die Vorbereitung und denke, dass man nach dieser Zeit demnächst erst einmal jede Stunde und jeden Tag beim Training genießen sollte.

Ich hoffe aber auch, dass ich vielleicht auch hier den jungen Spielern mit meiner Erfahrung noch ein bisschen was zeigen kann. Insgesamt sind für mich vor allem Disziplin, Konzentration und auch Pünktlichkeit wichtig. Das sind in etwa die Dinge, die ich aus meiner Zeit als Profi gelernt habe.“

Statement Benedikt Kuhne, Sportlicher Leiter BW Alstedde:

„Das hat sich über mehrere Stationen hingezogen und der Kontakt zu Sascha ist letztlich über einen unserer Jugendtrainer zustande gekommen. Es hat zwei, drei Anläufe gebraucht, aber dann hat es auch zum Glück funktioniert.

Wir erhoffen uns dadurch, dass der Verein noch professioneller wird als zuletzt und natürlich hat Sascha auch Qualitäten auf dem Platz.

Allerdings glauben wir, dass uns seine Erfahrung auch neben dem Feld auf jeden Fall weiterhilft. So etwas gab es hier noch nie und in der nächsten Zeit wird es auch schwer sein, so etwas Vergleichbares noch einmal zu vollziehen. Das ist was ganz Besonderes für den Verein und auch die Stadt.“

Über den Autor
Redakteur
Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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