Ist ein Innenverteidiger des BV Lünen zu gut für die Kreisliga B? © Timo Janisch
Fußball

Ist BV Lünens Innenverteidiger Patrick Ronneburger zu gut für die Kreisliga?

Für Patrick Ronneburger gab es als Verein jahrelang nur Westfalia Wethmar. Seit vergangenem Winter spielt er nun beim BV Lünen in der Kreisliga. Nun stellt sich die Frage, ob er nicht viel höher spielen könnte.

Erst im vergangenen Jahr ist Patrick Ronneburger von Westfalia Wethmar zum BV Lünen gewechselt. Für den 28-Jährigen war es der erste Vereinswechsel überhaupt, denn seitdem er auf dem Platz kickt, kennt er ausschließlich Wethmar.

Seit der Saison 2019/20 spielt er somit nicht mehr in der Bezirksliga, sondern „nur“ noch in der Kreisliga B. Immer mal wieder werden einige Stimmen laut, dass der Innenverteidiger eigentlich auch in höheren Ligen spielen könnte und vielleicht zu gut für die Kreisliga ist.

In den ersten fünf Ausgaben des Lüner Fußball-Managers entschieden sich einige Trainer für den 28-Jährigen in ihrer perfekten Elf. Thomas Westrup, Co-Trainer bei BW Alstedde, findet sogar, dass Ronneburger mit einem Marktwert von 60 Euro ein wenig günstig weggekommen ist. Beim BV Lünen ist man sich seiner guten Qualität definitiv bewusst.

Universal einsetzbar auf dem Platz

Für Patrick Osmolski, Sportlicher Leiter vor Ort, ist er ein absolut wichtiger Spieler. „Das ist wirklich außergewöhnlich, auf welchen Position er einsetzbar ist.“ In der Vorbereitung auf diese Saison habe er beispielsweise defensiv angefangen. Im ersten Spiel gegen den VfB Lünen hatte er dann in der zweiten Halbzeit vorne gespielt und direkt zwei Tore gemacht.

Osmolski vergleicht Ronneburger gerne mit Júlio César, ein ehemaliger Spieler des BVB und Juventus Turin. „Die sind recht groß und trotzdem sehr schnell.“ Diese Schnelligkeit sehe man Ronneburger auf dem Platz aber nicht direkt an. „Er macht das mit einer solchen Ruhe und Gelassenheit“, lobt Osmolski.

Dass der Lüner Innenverteidiger höher spielen kann, hat auch der Sportliche Leiter schon mehrfach gehört. Er schätzt das Potenzial von Ronneburger ähnlich ein. Der Fußballer selbst hat den ganzen Wirbel um seine Person gar nicht so mitbekommen. Er ist trotzdem stolz darauf und nimmt das Lob gerne an. Für ihn persönlich ist aber die Höhe der Liga gar nicht so ausschlaggebend.

Viel wichtiger sei eine harmonische Gruppe, mit der man auf dem Platz kickt. „Ich sehe Fußball als mein Hobby an und da will ich Spaß dran haben. Wenn es in der Mannschaft funktioniert und auch ein paar Kumpels dabei sind, setze ich eher da meine Prioritäten“, betont Ronneburger.

Aufstieg steht erstmal im Fokus

Beim BV Lünen sei er aktuell ganz glücklich. Was in Zukunft kommt, könne man aber jetzt natürlich nicht sagen. „Wenn der ein oder andere Verein mir Angebote macht, weiß ich nicht, ob ich vielleicht doch schwach werden würde.“

Ein Wechsel wäre für ihn im Bereich des Möglichen. Das hängt aber auch von der jeweiligen Saison ab. Für den BV Lünen steht jetzt erstmal ein großes Ziel im Fokus: der Aufstieg in die Kreisliga A. Und das hoffentlich mit Patrick Ronneburger.

In dieser Saison gebe es noch keine Anfragen von Vereinen, die den Innenverteidiger haben möchten, bestätigt der Sportliche Leiter. In der aktuellen Phase mache man sich beim BV Lünen aber auch nicht große Sorgen darum, dass Spieler dem Klub den Rücken kehren werden.

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.