Tom Mlinski fand sich am Sonntag auf einer mittlerweile ungewohnten Position wieder. © Timo Janisch
Fußball

Kurioser Wechsel: BV-Kapitän muss gegen Cappenberg auf ungewohnter Position aushelfen

Das Testspiel gegen Grün-Schwarz Cappenberg brachte Tom Mlinski zwei völlig verschiedene Halbzeiten. Der Kapitän des BV Lünen fühlte sich dabei am Sonntag in seine Jugendzeiten zurückversetzt.

Normalerweise ist Tom Mlinski im Mittelfeld zuhause. Lauffreudig, keinem Zweikampf aus dem Weg gehend – so kennt man den Kapitän des BV Lünen.

Auch am Sonntag im Testspiel gegen Grün-Schwarz Cappenberg (4:3) lief Mlinski zunächst auf seiner gewohnten Position auf, gab den steten Antreiber und dirigierte seine Nebenleute lautstark. In der Halbzeit gab es dann für Mlinski aber einen Positionswechsel, den es nicht allzu häufig gibt.

In der Jugend war Mlinski noch als Torwart unterwegs

Denn im zweiten Spielabschnitt stand er plötzlich im Tor. Was war geschehen? „Unser Torwart Lucas Koch hat sich bei einem unsanften Aufprall in der ersten Halbzeit leider verletzt und wir hatten keinen weiteren Torwart auf der Bank. Da hat Patrick (Fischer, Co-Trainer des BV 05) sofort gesagt, dass ich ins Tor gehen soll“, kommentiert Mlinski.

Doch warum war Fischer so überzeugt, dass er sich den 25-Jährigen sofort als Torwart ausgesucht hat? Dafür hat der Aushilfsschlussmann eine einfache Antwort parat und erklärt grinsend: „Ich habe in meiner Jugendzeit beim Lüner SV im Tor gestanden. Ganz neu war die Position für mich also nicht.“

Zehn Jahre, von der E- bis zur A-Jugend, habe er im Tor des Lüner SV gestanden. Der Wechsel zum Feldspieler kam für Tom Mlinski tatsächlich erst im Seniorenalter. Nun also noch einmal das Comeback im Tor. Mit zwei gelösten Eins-gegen-Eins-Situationen hielt er seiner Mannschaft den Sieg sogar fest.

Keine dauerhafte Rückkehr ins Tor geplant

Und wie zufrieden war er mit seiner Leistung? „Die drei Tore sehen von außen wahrscheinlich alle blöd aus, mit etwas Training vorher hätte ich den einen oder anderen Ball auch halten können. Aber ich würde mir schon eine drei minus geben vermutlich.“

Bei allem Ärger über die Gegentore war der Wechsel ins Tor für Mlinski aber auch positiv: „Ich war Patrick dafür schon auch dankbar. Ich war nach den ersten 45 Minuten echt schon etwas kaputt. Von der Luft war die zweite Halbzeit dann natürlich einfacher.“

Von Dauer soll die Rückkehr zwischen die Pfosten aber nicht sein: „Ich fühle mich auf dem Feld inzwischen deutlich wohler als im Tor. Mit Lucas Koch haben wir außerdem einen richtig guten Schnapper. Ich hoffe er steht beim nächsten Spiel wieder 90 Minuten hinten drin“, so Mlinski.

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