Der Sportliche Leiter des LSV, Marcel Piaszyk, hat theoretisch noch bis Ende August Zeit, um weitere Spieler zu verpflichten. © Timo Janisch
Fußball-Westfalenliga

LSV äußert sich zu Yarhdi-Wechsel und schließt weitere Transfers nicht aus

Der Lüner SV hat auf die aktuelle Verletztenmisere reagiert und in Mohamed Yarhdi vom Holzwickeder SC einen weiteren Neuzugang verpflichtet. Es könnten allerdings noch weitere Transfers folgen.

Es war kein Geheimnis, dass der Lüner SV angesichts der angespannten Personal-Situation derzeit auf der Suche nach möglichen Neuverpflichtungen ist – trotz ursprünglich abgeschlossener Kader-Planung. Der Wechsel von Mohamed Yarhdi vom Holzwickeder SC zum LSV kam dann allerdings doch vergleichsweise überraschend.

Unterschiedliche Auffassungen beim LSV und dem HSC

Der 28-jährige Mittelfeldspieler ist der sechste Spieler, den es von der Emscher an die Lippe zieht. Ein Spieler, der sowohl LSV-Trainer Axel Schmeing als auch dem Sportlichen Leiter Marcel Piaszyk aus gemeinsamen Zeiten beim HSC bestens bekannt ist. „Mo kann auf der Sechs, der Acht oder der Zehn spielen, hat viel Ruhe am Ball und ist zudem zweikampf- und laufstark. Er wird uns deshalb sowohl quantitativ als auch qualitativ sehr weiterhelfen“, betont Piaszyk.

Über das Zustandekommen des Wechsels inmitten der Sommer-Vorbereitung existieren derweil zwei Versionen. Während HSC-Trainer Marc Woller kritisiert, dass der Westfalenligist aktiv auf den Spieler zugegangen sei, obwohl Yarhdi fester Bestandteil der Saisonplanungen des Oberligisten war, erklärt der LSV, dass Yarhdi eigenständig bei den Rot-Weißen angeklopft und sein Wechsel-Interesse hinterlegt habe.

Mohamed Yarhdi läuft ab sofort für den Lüner SV in der Westfalenliga auf.
Mohamed Yarhdi läuft ab sofort für den Lüner SV in der Westfalenliga auf. © Marc-André Landsiedel © Marc-André Landsiedel

„Er hat sich bei uns gemeldet und davon berichtet, dass er mit seinen Einsatzzeiten bislang nicht so zufrieden ist und sich daher Gedanken um einen möglichen Wechsel macht“, so Piaszyk, der allerdings auch betont, dass der 28-Jährige zunächst noch einmal das Gespräch mit den HSC-Verantwortlichen habe suchen wollen.

Yarhdi könnte schon am Sonntag sein Debüt für den Lüner SV feiern

Augenscheinlich ohne Erfolg, denn statt in der Oberliga wird der Mittefeldakteur demnächst also für den Lüner SV in der Westfalenliga auf dem Platz stehen. Für den LSV nicht nur aufgrund der momentanen Situation eine erfreuliche Nachricht. „Wenn ein Spieler bei seinem Verein unzufrieden ist, dann macht es ja grundsätzlich keinen Sinn, so in eine Saison zu gehen“, sagt der neue Sportliche Leiter des LSV.

Unterdessen wird Mohamed Yarhdi schon im Laufe der Woche in das Training beim Westfalenligisten einsteigen. Ob der 28-Jährige dann möglicherweise schon beim Testspiel am Sonntag gegen den SV Sodingen (15 Uhr) sein Debüt im LSV-Trikot geben wird, sei laut Piaszyk derzeit allerdings noch unklar.

Ebenso unklar scheint derweil, ob die Lüner neben Yarhdi kurzfristig noch einen weiteren Neuzugang holen werden. Denn trotz der Verpflichtung des einstigen Kemminghausen-Spielers drückt dem LSV personell nach wie vor der Schuh. „Vielleicht werden wir noch etwas machen. Das ist im Moment natürlich aber auch nicht ganz so einfach, deswegen müssen wir jetzt erst einmal noch abwarten“, betont Piaszyk.

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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