Wie sieht die Zukunft von Kevin Großkreutz aus? © Stephan Schuetze
Lüner Sport-Adventskalender

Lüner Fußballer hält sich mit Kevin Großkreutz fit und verlässt die Lippestadt

Im Lockdown light hält sich ein Lüner Fußballer mit Kevin Großkreutz fit. Wann es für ihn an seiner neuen Wirkungsstätte fußballerisch weitergeht, steht noch in den Sternen.

Nico Voigt wurmt noch immer die Entscheidung, beim Derby gegen BW Alstedde im Oktober nicht im Kader gewesen zu sein. Die Betonung liegt auf Kader. Denn dies bedeutet, dass der Spieler keine Chance bekommt, in die Partie eingewechselt zu werden. Nach seiner für ihn guten Leistung im vorherigen Heimspiel gegen die DJK TuS Körne (0:3), stieß die Nichtberücksichtigung im großen Lüner Derby bei ihm auf „Unverständnis. Ich bin der, der die Leute pusht, auch wenn ich kein Lüner bin“, so Voigt.

Das Spiel ging auch ohne seine Beteiligung als Stürmer mit 3:1 zugunsten seines Teams aus – schade fand er die Entscheidung als sehr motivierter Sportler und Fitnesstrainer dennoch. „Ich will immer mehr geben, als ich eigentlich kann und hasse es, ausgewechselt zu werden, wenn die Leistung nicht gepasst hat“, sagt der 22-jährige Rechtsfuß.

„Hängt sich voll rein“

Sein Trainer Steven Koch findet trotz des Wechsels zur Winterpause lobende Worte für den Dortmunder, wenngleich seine Leistung für ihn zuletzt wechselhaft war. „Er ist immer mit vollem Einsatz dabei, ist immer beim Training und hängt sich voll rein“, sagt Koch und fügt hinzu: „Zuletzt waren die Leistungen etwas schwankend, weshalb er im Derby nicht im Kader war.“

Nico Voigt wird ab nächstem Jahr nicht mehr für den TuS Westfalia Wethmar auflaufen. © Timo Janisch © Timo Janisch

Verbrannte Erde findet sich in Wethmar dennoch nicht – im Gegenteil, Koch: „Leider war das unser letztes Spiel (Anm. d. Red.: letztes Spiel vor dem Lockdown light). Daher können wir ihn nicht mehr auf dem Platz verabschieden.“

Voigt sagt dazu: „Wethmar und ich sind cool, mir wurden auch keine Steine in den Weg gelegt.“

Der Wechsel zum Kreisliga-A-Ligisten TuS Rahm hat für ihn vor allem geografische Gründe. Als Dortmunder habe er sich schon manches Mal bei der Arbeit stressen müssen, um rechtzeitig beim Training in Lünen zu sein.

„Ich wollte gern wieder in den Dortmunder Raum“, sagt Voigt. Beim TuS Rahm passten die Bedingungen gut. Bis zu einem ersten Pflichtspiel wird es wegen der Corona-Pandemie aber noch dauern.

Fithalten mit Großkreutz

Irgendwo im Dortmunder Süden treffen sich Voigt, sein Kumpel und Westfalenliga-Spieler Jonas Telschow vom FC Brünninghausen und Weltmeister Kevin Großkreutz regelmäßig, fast jeden Tag. „Die Verbindung kommt durch Jonas“, sagt Voigt. „Wir gehen entweder laufen, wie heute zum Beispiel, oder auf den Platz“. Für Voigt ist die Erfahrung mit einem Westfalenliga-Spieler mit Oberliga-Erfahrung und mit Großkreutz als Weltmeister und zweifachem Deutschen Meister zu trainieren „etwas ganz anderes“.

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