Marcel Mai, Trainer der LSV-Damen, hofft auf den Verbleib in der Liga am Ende der kommenden Saison. Er weiß aber, dass es nicht leicht wird in der Oberliga. © Weitzel
Handball

Lüner SV: Erst den Spaß verloren, jetzt in Vorbereitung auf die erste richtige Oberliga-Saison

Im vergangenen Jahr schafften die Handballerinnen des Lüner SV den Aufstieg in die Oberliga. Nun gilt es, in der kommenden Saison in der Spielklasse zu bleiben - keine leichte Aufgabe.

Es wird die erste richtige Oberliga-Saison für die Handball-Damen des Lüner SV. Aufgestiegen ist das Team von Trainer Marcel Mai zwar schon vor einem Jahr, aber durch die Corona-Pandemie und die vorzeitig beendete Saison gab es keine Chance, in der Spielklasse Fuß zu fassen, geschweige denn die eigenen Fähigkeiten zu präsentieren. Für Mai war der Wechsel in eine höhere Liga ein Geschenk, da die Entscheidung auch anders hätte enden können. Nun will der 37-Jährige seine Mannschaft bestmöglich vorbereiten.

Bis Mitte Juni stand für das Team nur Onlinetraining auf dem Plan. Irgendwann sei da aber die Stimmung gekippt und es habe keinen Spaß mehr gemacht, berichtet Mai. Deswegen war die Freude bei seiner Mannschaft umso größer, als sie endlich wieder in die Halle durften und einen Handball in die Hand nehmen konnten. „Wir haben auch sofort möglichst viel mit dem Ball gemacht, das brauchten wir einfach“, erklärt Mai. Der LSV-Trainer zeigt sich zufrieden mit dem aktuellen Stand des Kaders, keiner sei verletzt und alle gut drauf.

Testspiele für den Fokus auf das Spielerische

Im Moment geht es in den Einheiten noch viel ums Körperliche, den Kraftbereich und viel Wurftraining. Bei kleinen Trainingslagern wolle man durch intensives Training, oftmals vier Stunden am Stück, zusätzlich an der Qualität für die kommende Saison, die Anfang September beginnt, arbeiten.

Um auch die spielerische Komponente in den Fokus zu rücken, wird es immer mal wieder Partien gegen die A-Jugend-Mannschaft geben. Zusätzlich stehen ab dem 31. Juli einige Testspiele auf dem Programm. Jedes Spiel wolle Marcel Mai nutzen, um mit seinem Team neue Sachen zu erarbeiten, erklärt er.

Anfang September findet dann das erste Saisonspiel statt und ist auch gleich eine Partie in heimischer Halle. Ein bestimmtes Spiel, auf das sich Mai am meisten freut, gibt es nicht. Das Derby gegen Brambauer sei natürlich immer schön, vor allem weil das Team gut aufgerüstet habe. Aber auch Bergkamen, gegen die man in der Jugend schon gespielt hat, sei interessante Konkurrenz. Die Partie gegen TV Einigkeit Netphen als unbekannte Mannschaft für den LSV-Trainer werde mit Sicherheit ebenfalls spannend.

Viele interessante Gegner für die LSV-Damen

Im Moment fällt es Mai aber unglaublich schwer, einzuschätzen, wie stark die einzelnen Mannschaften sind. „Da sind von oben und von unten neue Leute dazugekommen“, erklärt er. Eine Sache weiß der 37-Jährige aber genau: Mit dem Abstieg will er in der kommenden Saison nichts zu tun haben. Einfach werde dieses Vorhaben aber nicht, da am Ende insgesamt vier bis fünf Mannschaften nicht in der Oberliga bleiben würden.

Mit Druck will Marcel Mai aber nicht in die Saison starten. „Wir möchten natürlich unbedingt in der Liga bleiben und gehen das mit Vollgas an.“ Aber sich deswegen zu stressen und womöglich zu verkrampfen, sei nicht der richtige Weg.

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