Seit nunmehr fünf Jahren spielt der Lüner SV in der Westfalenliga. © Ophaus

Lüner SV steigt auf: „Auf dem Weg zum letzten Spiel gab‘s schon Kaltgetränke“

Auf den Tag genau vor fünf Jahren stieg der Lüner SV furios in die Westfalenliga auf. Mit dem damaligen Kader keine Selbstverständlichkeit. Das weiß auch der heutige Kapitän Matthias Drees.

Bierduschen, Jubeltrauben und eine rauschende Aufstiegsfeier – diese Bilder vom Lüner SV sind mittlerweile fünf Jahre her und scheinen derzeit aufgrund der andauernden Corona-Einschränkungen meilenweit entfernt. Für diejenigen, die im Mai 2016 dabei waren, als der LSV souverän aus der Landes- in die Westfalenliga aufstieg, sind die Erinnerungen auch heute noch absolut präsent.

Einer, der schon damals das Trikot des Lüner SV trug, ist heute Kapitän der Westfalenliga-Mannschaft: Matthias Drees. Für den inzwischen 27-Jährigen war es eine ganz besondere Spielzeit – vor allem, weil der zusammengewürfelte Spielerkader einen solchen Triumph kaum möglich erschienen ließ.

Lüner SV gewinnt 16 Spiele in Folge

„Mir wäre niemals aufgefallen, dass der Aufstieg jetzt schon fünf Jahre zurückliegt. Das war schon eine geile Saison, in der wir zwischenzeitlich schon einen riesigen Vorsprung hatten und es schlussendlich doch nochmal zumindest ein bisschen spannender gemacht haben“, betont Drees im Rückblick.

Matthias Drees stammt aus der Jugend des Lüner SV und ist heute Kapitän in der Westfalenliga.
Matthias Drees stammt aus der Jugend des Lüner SV und ist heute Kapitän in der Westfalenliga. © Timo Janisch © Timo Janisch

Elf Punkte Vorsprung hatten der damalige Trainer Mario Plechaty und seine Mannschaft in der Hinrunde bereits herausgespielt. Unter anderem gelangen dem LSV in dieser Saison zwischenzeitlich beeindruckende 16 Siege in Folge. Erst in der Rückrunde begann die Plechaty-Elf ein wenig zu schwächeln, doch am Aufstieg in die Westfalenliga sollte auch dieser Umstand nichts mehr ändern.

„Klar hatten wir damals auch durchaus schwierige Charaktere in der Truppe, aber es waren auch alles gute Kicker und wir hatten trotzdem eine richtig gute Stimmung in der Mannschaft und haben uns auch von einem kleinen Loch zwischendurch nicht beirren lassen“, erklärt Drees.

Nur noch drei Spieler von damals im heutigen Kader

Endgültig eingetütet wurde der Westfalenligaaufstieg dann beim Auswärtsspiel am 16. Mai 2016 beim VfB Günnigfeld, wobei dem LSV letztlich ein 1:1-Unentschieden zur Meisterschaft reichte. Danach kannten die Feierlichkeiten kein Ende. „Nach dem Spiel in Günnigfeld sind wir durch Lünen gefahren, haben ordentlich Party gemacht und nachher noch im Vereinsheim gefeiert. Ein paar Wochen später gab es auf dem Weg zum letzten Ligaspiel im Bus dann auch noch ein paar Kaltgetränke. Das sind schon geile Erinnerungen“, so der jetzige LSV-Kapitän.

Heute – fünf Jahre später – hat sich der Lüner SV in der Westfalenliga etabliert, steht allerdings vor einem großen personellen Umbruch im kommenden Sommer. Aus der einstigen Erfolgsmannschaft gehören neben Drees dann nur noch Daniel Mikuljanac und Phil Rosenkranz zum aktuellen LSV-Kader. Für den Kapitän keine einfache Entwicklung: „Es ist schade, dass uns zum Beispiel jetzt Spieler wie Ricardo Ribeiro verlassen, aber der neue Trainer hat einen geraden Plan und ich glaube, dass die Spieler, die neu zum LSV kommen, viel Qualität mitbringen und wir auf jeden Fall eine gute Saison spielen werden.“

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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