Vor allem die defensive Arbeit seiner Mannschaft überzeugte LSV-Trainer Axel Schmeing. © Timo Janisch
Fußball-Westfalenliga

Lüner SV trotzt Spitzenteam – Rückkehrer sorgt für Wirbel in der Offensive

Nach der Auftaktniederlage gegen Nottuln war der Lüner SV am Sonntag beim TuS Hiltrup gefordert und zeigte eine deutlich verbesserte Leistung. Vor allem ein Rückkehrer konnte dabei überzeugen.

Ideal waren die Voraussetzungen für das erste Auswärtsspiel der Saison für den Lüner SV keineswegs. Zahlreiche verletzte Spieler, eine Auftaktniederlage in den Knochen und ein Gastspiel bei einem der Favoriten für die vorderen Tabellenregionen. Doch der Lüner SV wusste am zweiten Spieltag der Westfalenliga beim TuS Hiltrup durchaus zu überzeugen – auch dank eines Rückkehrers.

Im Sommer war Ferdinand Franzrahe vom Holzwickeder SC zum Lüner SV gewechselt, sollte die Offensive des Westfalenligisten entscheidend beleben. Aufgrund einer Corona-Infektion fiel der Neuzugang zwischenzeitlich mehrere Wochen aus und ist noch längst nicht wieder bei einhundert Prozent.

TuS Hiltrup erarbeitet sich Übergewicht im zweiten Durchgang

Dennoch stand Franzrahe in Hiltrup in der Startelf des LSV und konnte seine Qualität direkt unter Beweis stellen. „Er hat sich in der Offensive direkt sehr gut präsentiert und hatte auch die eine oder andere Torchance“, betonte LSV-Trainer Axel Schmeing nach der Partie.

Insgesamt habe seine Mannschaft in der ersten Hälfte eine sehr ordentliche Vorstellung geboten, ein Torerfolg blieb allerdings aus. „Ferdinand hatte zwei gute Möglichkeiten, die durchaus auch zum 1:0 führen können. Da war sicherlich mehr drin. Hiltrup war in der ersten Hälfte nicht so gefährlich“, so Schmeing.

Ferdinand Franzrahe gehörte zu den auffälligsten Akteuren im Spiel beim TuS Hiltrup.
Ferdinand Franzrahe gehörte zu den auffälligsten Akteuren im Spiel beim TuS Hiltrup. © Timo Janisch © Timo Janisch

Nach der Halbzeit sah sich seine Mannschaft aber dem zunehmenden Druck der Gastgeber ausgesetzt. Flanke um Flanke flog in den Strafraum von LSV-Torwart Jan Hennig, der allerdings alles parierte, was irgendwie in Richtung Tor kam. Nicht mehr mit von der Partie war zu diesem Zeitpunkt der starke Rückkehrer Franzrahe, der nach 50 Minuten ausgewechselt wurde.

Lüner SV nimmt Punkt aus Hiltrup mit

Doch obwohl der TuS mit fortlaufender Spieldauer immer besser in die Partie fand, waren auch die zahlreichen Annäherungsversuche der Hausherren letztlich nicht zwingend genug. Dabei hing das spielerische Übergewicht des TuS im zweiten Durchgang laut Schmeing auch mit dem Kräfteverschleiß seiner eigenen Elf zusammen.

„Wir haben körperlich nach der Pause wirklich abgebaut und dann schwindet natürlich auch die Konzentration. Das hat sicherlich auch mit den vielen Verletzungen aus der Vorbereitung zu tun. Schlussendlich haben wir aber trotz der Kraftprobleme gut verteidigt.“

Gerade die stabile Defensive habe letztlich dazu beigetragen, dass der LSV nach 90 Minuten mit einem 0:0-Unentschieden im Gepäck die Heimreise antreten konnte. „Es gab für uns zwar noch die eine oder andere Konterchance, aber letztlich bin ich vor allem auch aufgrund der gezeigten Moral und unserer Defensivleistung voll zufrieden“, so Schmeing.

LSV: Hennig – Drees, Sekulic, Mattes, Caliskan, Cygiel, Franzrahe (49. Berghorst/90+4. Göke), Burg, Yarhdi (71. Mujkic), Mertens, Mikuljanac

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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