Philipp Rosenkranz und der Lüner SV unterlagen dem FSV Gerlingen. © Günther Goldstein
Fußball

Lüner SV unterliegt in schwachem Spiel und muss nächste Hiobsbotschaft hinnehmen

Im Duell zweier Westfalenligisten unterliegt der Lüner SV dem FSV Gerlingen. Die Leistung stellt den Trainer nicht unbedingt zufrieden. Schlimm ist aber, dass der LSV einen weiteren Spieler verliert.

Für den Lüner SV war es ein gebrauchter Tag. Das lag weniger daran, dass der LSV im Duell zweier Fußball-Westfalenligisten gegen den FSV Gerlingen mit 0:2 (0:0) unterlag, sondern daran, dass der ohnehin mit 14 fehlenden Spielern arg gebeutelte LSV einen weiteren Akteur verletzt verlor.

Kurz vor der Halbzeit steigt Rene Richter zum Kopfballduell hoch und bleibt nach der Landung liegen. „Er ist umgeknickt“, berichtet Axel Schmeing, Trainer des Lüner SV. Richter, der zur neuen Saison ebenfalls wie Schmeing vom Holzwickeder SC nach Lünen wechselte, könnte nun länger ausfallen. „Ich fürchte er hat einen Bänderriss, aber das müssen wir abwarten“, so Schmeing.

Lüner SV kann nicht sportlich überzeugen

Sportlich war der LSV-Trainer ebenfalls nicht zufrieden. Sportlich war das Spiel insbesondere im ersten Durchgang über lange Phasen nur wenig ansehnlich. „Da haben sich beide Mannschaften neutralisiert. Wir hatten etwas mehr vom Spiel“, sagte Schmeing. „Mit der ersten Hälfte bin ich zufrieden.“

Einzig nennenswerten Chancen im ersten Durchgang waren nach mehr als einer halben Stunde, in der sich das Spiel lediglich zwischen den Strafräumen abspielte, eine Gerlinger Freistoß-Flanke, die aber keinen Abnehmer fand (35. Minute), und ein Schuss von Kevin Mattes, der aber knapp rechts über das Tor der Gäste flog (37.).

„Es war ein schwaches Spiel von beiden Mannschaften“
Rene Richter musste verletzt ausgewechselt werden. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

Nach dem Seitenwechsel war der FSV das leicht bessere Team. Und im Gegensatz zur ersten Hälfte nutzte das Team aus dem Sauerland seine Chancen nun. Nach einem Freistoß schaltete Kenan Uzun am schnellsten und schob aus dem Gewühl den Ball an LSV-Keeper Jan Hennig vorbei (51.).

Zehn Minuten später war es erneut Uzun, der für den FSV traf. Die Gäste eroberten den Ball vom LSV im Spielaufbau, steckten schnell auf Uzun durch, der problemlos die Kugel zum 2:0 einschob.

Anschließend hatten die Gastgeber mehr vom Spiel, kamen aber nur selten gefährlich vor das Tor der Gerlinger. Den Willen konnte man der Schmeing-Elf auch nicht absprechen. „Uns fehlten 14 Spieler, da war nicht mehr drin“, meinte der LSV-Coach. „Es war ein schwaches Spiel von beiden Mannschaften.“

Allerdings blieben die Lüner relativ harmlos, wenn es Richtung Strafraum ging. Zwar kam der LSV immer wieder über die Flügel zu gefährlichen Vorstößen, in der Gefahrenzone ging dann nicht mehr viel. Zu den besseren Gelegenheiten gehörten da noch zwei Ecken, die die Schützen beinahe direkt von der Eckfahne ins Tor gezirkelt hätten.

LSV ist fast per direkt verwandelter Ecke erfolgreich

Beim zweiten dieser beiden Versuche (80.) entstand zumindest auch noch im Anschluss Gefahr. Allerdings fand der Versuch durch das Gewühl aus Verteidigern und Stürmern nicht den Weg ins Tor – so blieb es bei der 0:2-Niederlage. Diese war nach etwas mehr als 80 Spielminuten besiegelt, da die Unterbrechung wegen der Verletzung von Rene Richter in der ersten Hälfte nicht nachgespielt wurde und sich beide Mannschaften wegen der Personallage beim LSV auf eine zweite Hälfte von nur 40 Minuten einigten.

Axel Schmeing hatte nach dem Spiel eigentlich nur noch einen Wunsch: „Dass die 14 Spieler zurückkommen“, sagte der LSV-Trainer. Und sicher, dass sich Richter nicht schwerer verletzt hat.

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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