Milan Sekulic schwächte den Lüner SV am Sonntag. © Timo Janisch
Fußball-Westfalenliga

Milan Sekulic entschuldigt sich beim Lüner SV für Rote Karte – versteht sie aber nicht

Der unnötige Platzverweis gegen Milan Sekulic hätte das Heimspiel gegen Erkenschwick für den Lüner SV fast noch einmal spannend gemacht. Jetzt spricht Sekulic. Auch die Sperre steht inzwischen fest.

Der Lüner SV ist in der Saison angekommen. Am dritten Spieltag der Westfalenliga 1 heimste der LSV zu Hause gegen die Spielvereinigung Erkenschwick den ersten Sieg ein. Ein Akteur machte das schlussendliche 4:1 kurzzeitig nochmal spannend.

„Er hätte der Mannschaft fast einen Bärendienst erwiesen damit. Da muss ich einfach schlauer rauskommen aus so einer Situation“, sagte LSV-Trainer Axel Schmeing am Sonntag.

Milan Sekulic fliegt vom Platz

Für ein Nachtreten im Anschluss an einen Zweikampf an der Mittellinie sah Sekulic nach 68 Minuten die Rote Karte. Nur drei Minuten später erzielte Erkenschwick den Anschlusstreffer.

Eine enge Schlussphase verhinderten die Lüner aber. Ali Caliskan machte nach 85 Minuten alles klar. „Der erste Sieg ist sehr wichtig für uns. Gerade, weil wir die ersten beiden Spiele keine drei Punkte geholt haben“, sagte Rotsünder Sekulic am Dienstag.

„Zum Glück haben wir den Sieg so nach Hause geholt“, so der schnelle Offensivspieler mit Blick auf seinen Platzverweis. Angst, dass die Partie aufgrund der Unterzahl nochmal eng werden würde, hatte er nicht: „Ich war mir sicher, dass wir die Punkte holen.“

Milan Sekulic: „Es war keine Rote Karte“

Sonderlich gerechtfertigt fand Sekulic den Platzverweis gegen sich nicht. „Ich finde, es war keine Rote Karte. Mit dem Spieler gab es davor schon viele Zweikämpfe, wo er mich deutlich zieht und festhält. Deswegen war meine Reaktion etwas aggressiver, aber trotzdem keine Rote Karte. Er zieht mich zu Boden und ich falle auf ihn, mehr war da nicht“, sagt der Lüner.

Bei seiner Mannschaft bittet trotzdem um Verzeihung. „Zunächst will ich mich bei der Mannschaft entschuldigen“, sagt Sekulic. Das tat er bei Trainer Schmeing bereits im unmittelbaren Nachgang der Partie.

Denn Sekulic fehlt den Lünern in den kommenden drei Spielen. Das teilte die Staffelleitung dem LSV bereits mit. „Leider kann man das nicht ändern und muss das so akzeptieren. Wie gesagt: Ich finde, es war keine Rote Karte. Von daher ist für mich jede Art von Sperre ein bisschen überzogen“, so Sekulic.

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Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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Timo Janisch

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