Dennis Gerleve ist im kommenden Jahr bei Westfalia Vinnum im Einsatz. © Timo Janisch
Fußball

Mit Dennis Gerleve bricht nicht nur ein Co-Trainer bei BW Alstedde weg

Westfalia Vinnum hat in Dennis Gerleve für das kommende Jahr einen neuen Trainer gefunden. Der 36-Jährige hinterlässt damit bei seinem ehemaligen Verein BW Alstedde nicht nur ein Loch an der Seitenlinie.

Vier Jahre war der BV Lünen die sportliche Heimat von Dennis Gerleve. Im Sommer ist er dann zu Blau-Weiß Alstedde gewechselt, wo er als Co-Trainer zum Einsatz gekommen ist.

In der kommenden Saison steht nun wieder ein neuer Name auf seinem Fußballtrikot. Denn der 36-Jährige hat gegen Ende des Jahres ein Angebot vom A-Ligisten Westfalia Vinnum für den Posten als Trainer bekommen und zugeschlagen. Für BW Alstedde bricht damit nicht nur ein Co-Trainer im Team weg.

Denn Gerleve stand oft als Spieler auf dem Platz und unterstützte das Team, wo er nur konnte. Thomas Westrup, ebenfalls Co-Trainer in Alstedde, kann nur lobende Worte für den 36-Jährigen finden. „Er hat sich super bei uns eingefunden und immer komplett reingehauen, für alles und jeden. Ein richtiger Team-Mate.“ Respekt habe er auch vor seiner Motivation, in den Spielen und im Training.

Ersatz für Gerleve noch nicht geklärt

Vinnum könne sich auf jeden Fall über den Neuzugang an der Seitenlinie freuen. Wirklich böse sei man Gerleve nicht für seine Entscheidung. „Er hatte da mal was angedeutet. Und wenn Dennis eine solche Chance bekommt, dann legen wir ihm keine Steine in den Weg. Warum sollte man ein solchen Angebot auch nicht annehmen“, betont Westrup. Ob Gerleve im kommenden Jahr durch einen neuen Co-Trainer ersetzt wird, sei noch nicht final geklärt.

Interne Gespräche gab es zwar noch nicht, aber Thomas Westrup findet, dass es eigentlich nicht nötig wäre, jemanden Neuen zu suchen. „Im letzten Jahr waren Tim (Hermes, Anm. d. Red.) und ich auch alleine. Und in dieser Saison haben er und Dennis oft gespielt, sodass ich der Mann an der Außenlinie war.“

Man habe Dennis Gerleve oft ein bisschen rausgenommen aus der Trainer-Funktion, damit er sich auf die Spiele konzentrieren kann. Wenn es mal Bedarf geben würde, könnte man zudem auf den Vater von Tim Hermes, Andreas, zurückgreifen, auf den immer Verlass sei.

Abgang als Spieler ist schmerzlich

Wenn es um Gerleves Position auf dem Spielfeld geht, sei sein Abgang deutlich schmerzlicher zu bewerten. „Da bricht eine feste Säule weg. Ob wir da nochmal nachliefern, steht in den Sternen. Das kommt ganz darauf an, wann es im Fußball wieder losgeht“, erklärt Westrup. Der Co-Trainer ist sich aber schon jetzt sicher, dass es sehr schwer wird, für den Innenverteidiger einen adäquaten Ersatz zu finden.

„Der war einfach ein Turm in der Abwehr.“ Intern müsse man im Verein nun dafür eine Lösung finden, der Kader sei aktuell aber breit genug aufgestellt. Im Winter wird es wohl keinen Neuzugang und Ersatz für Dennis Gerleve als Spieler geben, spätestens im Sommer soll das dann nachgeholt werden.

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