Matthias Drees vom Lüner SV muss noch ein bisschen warten, bis er wieder komplett fit auf dem Platz steht. © Timo Janisch
Fußball

Mit Vorbildern und einem starken Slogan kommt Matthias Drees durch seine lange Verletzungspause

Wenn Sportler ständig mit Verletzung kämpfen müssen, ist das auch für die Psyche eine Herausforderung. Matthias Drees vom Lüner SV hat während seines Kreuzbandrisses ganz eigene Taktiken.

Eigentlich hatte er nie wirklich mit vielen und vor allem schlimmeren Verletzungen zu kämpfen. Doch im Herbst diesen Jahres gab es für Matthias Drees vom Lüner SV gleich zwei Mal hintereinander schlechte Nachrichten.

Im September hieß die Diagnose Innenbanddehnung – die Folge waren sechs Wochen Ausfall. Gegen Ende Oktober verletzte sich der Innenverteidiger und Kapitän seines Teams erneut.

Bei einer Grätsche sei er unglücklich im Rasen hängengeblieben, berichtete damals sein Trainer Christian Hampel. Diesmal war es ein Anriss der vorderen Kreuzbänder. Ausfallzeit: mindestens ein Vierteljahr.

Knapp zwei Monate später ist bei Drees alles soweit wieder in Ordnung, berichtet er. In den vergangenen Wochen standen einige Reha-Termine auf dem Plan. Aber auch Krafttraining durfte nicht fehlen. Die Hantelbank in seinem Keller, auf der man gut Arme und Beine trainieren könne, schafften ein wenig Abwechslung. Im neuen Jahr darf und will der 27-Jährige dann auch wieder joggen gehen.

Fast einen Monat nur im Bett

So motiviert und guter Dinge wie jetzt, war Drees kurz nach seiner Verletzung aber nicht. „Die ersten 24 Stunden habe ich den Kopf nicht hoch bekommen. Als ich dann eine Nacht drüber geschlafen habe und mir von außen ein bisschen Mut zugesprochen wurde, ging das dann schon.“

Knapp einen Monat konnte der Fußballer, der sonst ständig auf dem Fußballplatz steht, kaum etwas machen und hat nur gelegen. „Ich bin zwar viel spazieren gegangen, aber das ging auf Dauer durch die Fehlhaltung auf den Rücken“, erzählt er. Durch die Reha war er dann wieder an Termine gebunden und sei auch wieder „in die Pötte“ gekommen.

Vom Zeitpunkt her hätte man sich wohl keinen besseren für die Verletzung aussuchen können, erklärt Drees mit einem Lachen. Denn seit dem 29. Oktober ruht der Ball im Amateursport in NRW. Sobald es wieder losgeht, wolle er auf jeden Fall direkt wieder angreifen.

Aktuell fehle ihm neben dem Training und den Spielern aber schon, dass er sein Team nicht unterstützen kann. „Auch wenn ich verletzt war, gibt es ja drei Mal in der Woche und am Sonntag die Möglichkeit, den anderen zuzugucken. Das ist ja immer schön.“

Mental waren für Drees andere Spieler in seinem Umfeld, die ebenfalls schon Kreuzbandrisse durchlebt haben, eine Art Vorbild. „Wenn die das geschafft haben und wieder voll dabei sind, dann klappt das bei mir auch.“

Aktuell hofft er, dass es im Fußball noch lange weitergeht, die Fußballschuhe will der Innenverteidiger auf jeden Fall noch nicht an den Nagel hängen. „Man sollte sich diesen typischen Spruch: ‘Come back stronger‘ einfach zu Herzen nehmen“, erklärt der 27-Jährige.

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