Die Wasserballer des SV Lünen konnten seit anderthalb Jahren kein Spiel mehr absolvieren. © Günther Goldstein
Wasserball

Nach anderthalb Jahren Stillstand: Wasserballer starten in Pflichtspiel-Betrieb

Die Wasserballer gehören zu den Sportlern, die von der Corona-Pandemie besonders gebeutelt wurden. Jetzt startet der SV Lünen nach anderthalb Jahren jedoch sogar direkt wieder mit einem Pflichtspiel.

Es sind keine einfachen Voraussetzungen für die Wasserballer des SV Lünen 08: Seit anderthalb Jahren steht ihr Sport still, einziger Lichtblick waren die jüngsten Corona-Lockerungen, die zumindest einen eingeschränkten Trainingsbetrieb möglich machten. Dennoch geht der SVL in den kommenden Wochen in einem besonderen Pflichtspiel-Betrieb an den Start – quasi ohne adäquate Vorbereitung. Das birgt Risiken, ist zeitgleich aber auch eine große Chance.

„Unsere Trainingsbedingungen sind auch dadurch, dass das Lippe-Bad geschlossen ist, wirklich alles andere als optimal. Wir haben nur eingeschränkte Wasserzeiten und müssen häufig improvisieren“, erklärt Wasserballwart Jens Blomenkemper.

Sommerrunde ohne Auf- und Absteiger geplant

Nichtsdestotrotz steht für die Wasserballer nun der Start der Sommerrunde auf dem Programm. Ein offizielles Turnier, das vom Schwimmverband NRW auf die Beine gestellt wurde und den Sportlern einen richtigen Wettkampfbetrieb nach über anderthalb Jahren Pause ermöglichen soll.

„Es wird keine Auf- und Absteiger geben, aber natürlich ist dieses Turnier trotzdem eine gute Gelegenheit, um unter echten Pflichtspiel-Bedingungen wieder in den Sportbetrieb zurückzukehren“, so Blomenkemper. Den Anfang macht für den SV Lünen 08 am Sonntag die zweite Mannschaft in der Sommerrunde der Verbandsliga.

Um 20 Uhr tritt das Team bei der SGW Essen II an. Letztmals absolvierten die Wasserballer Anfang 2020 ein offizielles Spiel. Dementsprechend groß ist die Vorfreude bei Blomenkemper und dem gesamten Verein: „Es ist sicherlich eine Chance, um überhaupt wieder richtig einzusteigen. Wir gehen aber ohne jegliche Ambitionen in den Spielbetrieb, was auch daran liegt, dass es eben keine Auf- und Absteiger geben wird.“

Anfang November soll der offizielle Saisonstart erfolgen

Gerade aufgrund der schwierigen Trainingsbedingungen in Lünen sei der Pflichtspiel-Auftakt allerdings auch mit Risiken verbunden. So dürfe das Verletzungsrisiko nach einer solch langen Pause keinesfalls unterschätzt werden. „Außerdem spielt natürlich auch die Sorge vor einer Corona-Ansteckung immer noch eine wichtige Rolle, auch wenn teilweise der Eindruck erweckt wird, die Pandemie sei gänzlich vorbei“, betont der Wasserballwart.

Aus diesem Grund müsse der Klub schauen, welche Spieler überhaupt am Ligabetrieb teilnehmen werden. Insgesamt stehen für die Verbandsliga-Wasserballer des SVL sieben Spiele in der Sommerrunde auf dem Programm, ehe im September dann über den offiziellen Start der neuen Saison Anfang November beraten werden soll.

Unterdessen ist auch für die Zweitligawasserballer des SV Lünen eine Sommerrunde geplant. Für die Lüner beginnt diese am Freitag, 16. Juni, um 19.30 Uhr mit einem Heimspiel gegen die SGW SC Solingen/Wuppertal. Dann wird auch im Freibad Cappenberger See nach anderthalb Jahren erstmals wieder der Wasserball in einem offiziellen Spiel durch die Luft fliegen.

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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