Andreas Hermes ist bei BW Alstedde für die Koordination des Seniorenbereichs zuständig. © Timo Janisch
Fußball-Bezirksliga

Neue Mannschaft bei BW Alstedde: „Wir haben das Konzept komplett geändert“

BW Alstedde strukturiert seine Mannschaften gänzlich neu und wird zur kommenden Saison eine U23 etablieren. Der Verein folgt dabei einem klaren Plan mit einem ebenso deutlichen Ziel.

Die Nachricht kam kurz vor dem Wochenende durchaus überraschend: BW Alstedde nimmt deutliche Anpassungen in den Mannschaftsstrukturen vor und wird ab Sommer mit einer eigenständigen U23 an den Start gehen. Ein Schritt, der schon länger geplant war und auch für die Spieler einige Veränderungen mit sich bringen werden.

„Die grundsätzliche Idee ist, den jungen Spielern möglichst viele Einsatzzeiten auf einem höheren Niveau zu ermöglichen. Vor allem das erste Seniorenjahr ist besonders wichtig und mit der U23 hoffen wir, dass wir diesen Übergang besser gestalten können“, erklärt Andreas Hermes, zuständig für die Seniorenabteilung bei BWA.

Konzept ähnelt den Profiteams

So werde Alstedde aus der einstigen zweiten Mannschaft, die derzeit in der Kreisliga B zuhause ist, eine reine U23 machen. Anders als zuletzt bereits mehrfach diskutiert wurde, handele es sich dabei nicht um einen bloßen Tausch der zweiten und dritten Mannschaft.

„Die U23 in der Kreisliga B soll in Zukunft wirklich nur noch aus jungen Spielern bestehen. Es kann zwar schon vorkommen, dass auch mal der eine oder andere ältere Akteur zum Kader gehören wird“, so Hermes, „aber dabei wird es sich immer nur um zwei, drei Spieler handeln.“ Ein Prinzip, dass unter anderem auch im Profibereich zur Realität gehört. So wird beispielsweise auch die U23 von Borussia Dortmund stets mit erfahrenen Akteuren aufgestockt.

Dass die Umstrukturierung nun gerade in diesem Jahr stattfinde, sei laut Hermes anfangs gar nicht geplant gewesen: „Wir hatten das schon im Vorfeld der letzten Spielzeit angedacht, haben uns dann aber doch dagegen entschieden. Jetzt möchten wir diesen Weg aber einschlagen und haben das Konzept deshalb komplett geändert.“

Verständnis für unzufriedene Spieler

Ein Unterfangen, das jedoch im Hinblick auf den Spieler-Pool schon erste Konsequenzen nach sich zog, denn fünf Akteure verließen den Verein bereits und schlossen sich dem BV Lünen an – darunter auch der einstige Spielertrainer Kevin Helmrich. In diesem Zusammenhang räumt auch Hermes Versäumnisse in der Kommunikation ein.

Wie auch bereits der BWA-Vorsitzende Manfred Ungethüm betont auch Hermes, „dass wir das ganze Thema eher hätten publik machen müssen. Der bis zuletzt ungewisse Umgang mit der nun annullierten Saison hat uns da aber einen Strich durch die Rechnung gemacht.“

So habe theoretisch noch die Chance bestanden, dass die eigene dritte Mannschaft aus der C- in die B-Liga aufsteigt. „Dann hätten wir zwei Teams in der B-Liga gehabt und die Umstrukturierung wäre vielleicht noch etwas einfacher gewesen“, erklärt Hermes.

Aus diesem Grund könne er nachvollziehen, dass der eine oder andere Spieler möglicherweise unzufrieden sei, man habe aber allen Akteuren ein Spielangebot gemacht. „Wir wollten natürlich keinen Spieler verlieren, aber hoffen jetzt, dass wir die jungen Akteure mit dieser Neuorientierung langfristig auf ein höheres Niveau heben können.“

Über den Autor
Redakteur
Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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