Michelle Holz konnte einen Treffer zum ersten Saisonerfolg des VfL Brambauer beisteuern. © Günther Goldstein (A)
Handball

Oberliga-Damen des Lüner SV erleben „Blackout“ – VfL Brambauer feiert ersten Sieg

In der Handball-Oberliga erlebten die Damen des Lüner SV und des VfL Brambauer am Wochenende gänzlich unterschiedliche Partien. Dabei zeigte der LSV unter anderem eine Halbzeit zum Vergessen.

Es war das erwartet schwere Spiel für die Oberliga-Damen des Lüner SV. Gegen die HSG Schwerte-Westhofen wurden dem Team von Trainer Marcel Mai am Sonntag vor allem in der ersten Hälfte die Grenzen aufgezeigt. Der VfL Brambauer konnte nach einem starken Auftritt derweil den ersten Saisonsieg einfahren.

Lüner SV – HSG Schwerte-Westfhofen 26:31 (9:19)

Am Ende war es ein Ergebnis, das sich aufgrund des hohen Rückstandes zwischenzeitlich noch in Grenzen hielt. Nach den ersten 30 Minuten lag der LSV bereits mit zehn Toren zurück, obwohl er die ersten Minuten noch ausgeglichen gestaltete (2:2, 4:4, 4:5).

Dann kam allerdings nach zehn Minuten ein Bruch im Spiel. Es wollte einfach nur noch wenig klappen. „Das war wir ein Blackout“, beschrieb Trainer Marcel Mai.

Seine Mannschaft bekam die HSG Schwerte-Westhofen, die immer wieder durch Sally Unger und Julia Ulrich aus dem Rückraum vorangetrieben wurden, einfach nicht in den Griff. Alleine die beiden erzielten 25 der insgesamt 31 Treffer. Auch im Angriff lief es nur sehr schleppend. „Insgesamt war die erste Halbzeit wirklich schwach. Es wollte sowohl hinten als auch vorne einfach nichts klappen. Wir waren einfach nicht im Spiel“, ärgerte sich Mai.

Die Handball-Damen des Lüner SV lagen zur Halbzeit bereits mit zehn Toren zurück.
Die Handball-Damen des Lüner SV lagen zur Halbzeit bereits mit zehn Toren zurück. © Günther Goldstein (A) © Günther Goldstein (A)

Nach der Pause lief es dann aber viel besser. Der LSV bekam Zugriff zum Spiel, stand in der Deckung besser und auch vorne wurden die Chancen genutzt – die zweite Hälfte gewann der Lüner SV sogar mit 17:12. Doch aufgrund des hohen Rückstandes in Halbzeit eins war ein Punktgewinn fast aussichtslos.

„Wichtig ist, dass wir in Halbzeit zwei eine super Reaktion gezeigt haben. Natürlich ist diese Niederlage ärgerlich. Das hätten wir besser machen können“, so Mai.

LSV: M. Krause/Klostermeier – Wolf 1, Lieneke 2, Wilberg, Renhof, T. Schmidt (5), Hins (3), Lohölter, C. Schmidt, J. Krause (2), A. Schmidt, Verhasselt (5/4), Rempe (2), Dresssler (4), Geisler (2)

SV Teutonia Riemke – VfL Brambauer 19:24 (11:10)

Auf den VfL Brambauer wartete am Sonntag beim SV Teutonia Riemke ein schweres Auswärtsspiel. Der SV zählt zu den Top-Teams der Liga, ist sehr heimstark und weiß vor allem mit einem schnellen Tempospiel zu überzeugen.

Entsprechend kam der VfL um Trainer Andre Schwedler nur schleppend ins Spiel „Da waren wir viel zu ängstlich, haben ohne Druck auf die Abwehr gespielt. Wir waren viel zu weit weg von Riemkes Deckung“, stellte Schwedler klar. Nach einer Umstellung kämpften sich die VfL-Frauen zurück ins Spiel und schafften es kurz vor Pausenpfiff, auf 10:11 zu verkürzen.

Im zweiten Durchgang schwächelte Brambauer in den ersten Minuten, ab der 35. Spielminute platzte dann aber der Knoten: Die starke Sarah Bauer brachte Brambauer mit ihrem Tor zum 13:12 erstmals in Führung. Torfrau Karen Jaschewski sorgte hinten für den nötigen Rückhalt. „Wir haben eine leidenschaftliche Abwehr gespielt und so die Grundlage geschafft. Im Angriff sind wir geduldig und diszipliniert geblieben und haben uns auch durch eine Umstellung der Riemker Deckung nicht aus der Ruhe bringen lassen“, lobte Schwedler.

Am Ende waren es zwei hart umkämpfte Punkte, die dank einer starken mannschaftlichen Performance nach Brambauer mitgenommen wurden. „Es war sicher nicht alles Gold, was glänzte. Dennoch war die Leidenschaft da. Und genau das zählt. Wir müssen jetzt aber auch nachlegen“, fordert Schwedler.

VfL: Jaschewski – Bittscheidt, Bauer (9), Püntmann (4), Brannekämper (3), Kost (3), Holz (1), Rykowski (1), Leismann (3), Fleckstein, Ehrentraut, Titz, Gamradt, Wagner

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