Noch spielt die SG Gahmen auf diesem Ascheplatz. Doch das soll sich nach Ansicht des Vereins schnellstmöglich ändern. © Timo Janisch
Fußball

Pachtvertrag steht: Kunstrasenplatz der SG Gahmen könnte noch in diesem Jahr kommen

Seit Monaten wird über den Bau eines Kunstrasenplatzes für die SG Gahmen diskutiert. Trotz Schwierigkeiten gibt es nun konkrete Pläne. Im besten Fall könnten schon im Frühjahr die Bagger anrollen.

Die SG Gahmen möchte einen Kunstrasenplatz. Und der Ausschuss für Bildung und Sport der Stadt Lünen hat der SGG eigentlich auch schon Fördermittel des Landes dafür genehmigt. Das war im vergangenen Sommer. Doch von einem Kunstrasen ist in Gahmen noch nichts zu sehen. Jetzt könnte es allerdings doch schneller gehen als erwartet.

Ein kurzer Rückblick in den Sommer: Die SG Gahmen hatte sich mit der Stadt auf einen Entwurf für einen langfristigen Pachtvertrag geeinigt – dieser war notwendig, damit der Verein die Fördergelder aus dem Programm „Moderne Sportstätte 2022“ erhalten kann.

Die grobe Vereinbarung schien zu stehen, nur noch Details zu klären, damit das Gahmener Kunstrasen-Projekt zu rund 50 Prozent aus Geldern des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert würde.

Doch seitdem ist wenig passiert und der SG Gahmen steht noch immer einzig der Ascheplatz zur Verfügung. Bereits im September hatte sich der Verein öffentlich über das langsame Vorankommen und den eingebrochenen Kontakt mit der Stadt beschwert.

Ausschuss thematisiert Kunstrasenplatz

Auf der bis dato letzten Sitzung des Ausschusses für Bildung und Sport am 23. September brachte David Littmann vom innovativen Sportmanagement der Stadt die Ausschussmitglieder auf den neuesten Stand.

Mit einem externen Berater würde derzeit der Pachtvertrag entworfen, berichtete Littmann laut der öffentlichen Niederschrift der Sitzung. Dieser komplexe Vorgang benötige Zeit – doch was ist seitdem geschehen?

Kurz nach der Sitzung habe jener externe Berater seine Arbeit an dem Entwurf abgeschlossen und der Stadt Lünen diesen zukommen lassen, erklärt die Pressestelle der Stadt auf Anfrage.

Probleme aus dem Weg geräumt

Nach einer internen Prüfung sei dieser an die SG Gahmen übersandt worden. „Der Verein lässt den Entwurf jetzt selber extern prüfen“, hieß es von der Stadt. Diese Prüfung ist nun beendet. „Der endgültige Pachtvertrag steht. Er wird nächste Woche unterschrieben und dann müssen wir darauf warten, dass die Gelder tatsächlich freigegeben werden“, erklärt der erste Vorsitzende der SG Ibrahim Ünal.

In einer Videokonferenz am Donnerstagabend (14.1.) habe der Verein gemeinsam mit der Stadt die letzten Unstimmigkeiten aus dem Weg geräumt. Es waren laut Ünal „intensive Gespräche“, in denen unter anderem noch Punkte wie die Pflege des Platzes und die Abrechnung der Nebenkosten diskutiert worden sind. „Wir waren im Vorfeld etwas skeptisch, aber wir konnten alle Fragen klären und sind durch den Abschluss jetzt einige Schritte vorwärts gekommen“, so Ünal.

Jetzt könnte es also auf einmal vergleichsweise schnell gehen, denn sobald das Geld bewilligt sei, könne Ünal zufolge mit dem Bau des Kunstrasenplatzes begonnen werden. „Es sieht jetzt wirklich gut aus“, betont der Vorsitzende. „Wir haben schon einen Platzbauer an der Hand, wir warten also eigentlich nur auf das Startzeichen.“

Deshalb sei er zuversichtlich und hoffe, dass bereits im Frühjahr mit den Bauarbeiten begonnen werden könne. „Wir haben jetzt lange dafür gekämpft und sind jetzt endlich auf der Zielgeraden. Wenn alles gut läuft, können wir eventuell schon im Sommer auf unserem neuen Platz spielen“, unterstreicht Ünal.

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Timo Janisch
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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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