Der Rücktritt von Trainer Stefan Urban hat zu einem kompletten Umbruch beim SV Preußen geführt. © Timo Janisch
Fußball

Preußen-Trainer Urban blickt auf turbulente Wochen zurück: „Ist schon Wehmut dabei“

Der angekündigte Rücktritt von Trainer Stefan Urban beim SV Preußen Lünen hat hohe Wellen geschlagen und den SVP ins Chaos gestürzt. Auch für den Noch-Coach war es zuletzt keine einfache Zeit.

Erst das Trainerteam, dann einzelne Spieler und letztlich beinahe die komplette Mannschaft – Die Liste der Akteure, die den SV Preußen im kommenden Sommer verlassen werden, wurde in den vergangenen Wochen länger und länger.

Mittlerweile ist klar: Die komplette erste Mannschaft zerfällt und die eigene Reserve rückt in die C-Liga auf. Um Noch-Trainer Stefan Urban war es zuletzt allerdings ruhig geworden, doch jetzt hat er verraten, wie seine eigene Zukunft aussehen könnte.

Noch-Trainer hält sich mit Blick auf SVP zurück

Es sei wahrlich keine einfache Entscheidung gewesen, die er da Anfang Februar mit seinem Rücktritt getroffen habe, betont Preußens Noch-Trainer Stefan Urban mit einigen Wochen Abstand. „Ich hatte gemeinsam mit Kevin (Kevin Rehkopp, Co-Trainer beim SVP, Anm. d. Red.) eine eigentlich wirklich gute Zeit hier und habe gerne mit der Mannschaft zusammengearbeitet. Da sind wirklich super Jungs bei“, so Urban.

Doch die strukturellen Defizite im Verein hätten dem Trainerteam schlussendlich keine andere Möglichkeit geboten, als vorzeitig die Reißleine zu ziehen. Ein Vorgehen, das enorme Auswirkungen für den ganzen Klub haben sollte. Doch auf die jüngsten Entwicklungen und den Zerfall seiner aktuellen Truppe, sowie das neue Trainerteam wolle er nicht näher eingehen.

„Ich möchte dazu eigentlich gar nichts sagen. Die letzten Wochen sprechen so ein bisschen für sich und dabei möchte ich es dann auch belassen“, erklärt der Noch-Coach. Ein Ende seiner Trainerlaufbahn soll der Abschied aus Horstmar allerdings keinesfalls darstellen.

Vor zwei Jahren die B-Lizenz erworben

Die Lust am Fußball sei auch weiterhin ungebrochen, auch wenn er noch keine endgültige Entscheidung über seine eigene sportliche Zukunft getroffen habe. Das Geschehen in der Lüner Fußballszene verfolgt der B-Lizenz-Inhaber allerdings weiterhin sehr genau. „Es macht natürlich schon Spaß zu sehen, dass vielerorts etwas passiert und da kribbelt es auf jeden Fall in den Fingern. Letztlich ist mit dem Ende beim SVP natürlich auch etwas Wehmut verbunden.“

Vorerst wird Urban demnach ab Sommer erst einmal die Zuschauerrolle zuteil. Dann kann er unter anderem seinem Sohn und seiner Tochter bei den jeweiligen Fußballspielen zuschauen.

Dabei soll es jedoch auf lange Sicht nicht bleiben. So habe er die B-Lizenz vor zwei Jahren nicht absolviert. „um dann jetzt fortan nichts mehr zu machen. Ich bin immer noch gerne mit Spielern zusammen und werde deshalb sicherlich auch demnächst irgendwie wieder als Trainer tätig sein“, so Urban. Wo genau das sein wird, muss sich allerdings erst noch herausstellen.

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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