LSV-Torwart Leon Karanski musste am Wochenende einige Gegentore hinnehmen. © Weitzel (A)
Handball

Satte 76 Tore in einer Partie: Handball-Herren des Lüner SV spielen mit offenem Visier

Der Lüner SV hat in der Handball-Bezirksliga am Samstag ein echtes Tor-Festival hingelegt. Zeitgleich musste sich der VfL Brambauer in der Landesliga dem Spitzenreiter knapp geschlagen geben.

Sowohl die Herren des Lüner SV in der Bezirksliga als auch das Team des VfL Brambauer in der Landesliga gingen am Wochenende als Verlierer vom Platz. Doch trotz eines vergleichbaren Ausgangs, erlebten die beiden Mannschaften gänzlich unterschiedliche Partien:

Herren-Landesliga

HSC Haltern-Sythen 2 – VfL Brambauer 29:27 (12:14)

Zur Halbzeit sah es noch so aus, als könnten die Herren des VfL Brambauer dem HSC Haltern-Sythen 2 tatsächlich die erste Saisonniederlage in der Landesliga beibringen.

Mit einer 14:12-Führung ging der VfL in die Pause, doch nach der Halbzeit drehten die Hausherren das Spiel und sorgten so für die zweite Niederlage des VfL im zweiten Saisonspiel. „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, haben uns besser bewegt und unser Torwart Daniel Lüger hat gegen seinen Ex-Klub einige Paraden gezeigt“, so VfL-Trainer Björn Grüter.

Nach dem Seitenwechsel übernahm dann aber der HSC das Kommando und fuhr letztlich einen 29:27-Heimsieg ein. „Wir sind in der zweiten Hälfte immer mal wieder herangekommen und gegen einen anderen Gegner hätten wir vermutlich dann auch nicht verloren“, konstatierte Grüter.

Schlussendlich kassierte der VfL allerdings nach der 23:28-Auftaktpleite Anfang September gegen die HSG Rauxel-Schwerin somit die zweite Niederlage in der noch jungen Landesliga-Saison.

Ähnlich wie auch schon zwischen den ersten beiden Partien heißt es für die Brambauraner nun erst einmal wieder: warten. Knapp vier Wochen dauert es, bis die Männer von Trainer Björn Grüter wieder in der Landesliga auf dem Parkett stehen werden. Am 23. Oktober gastiert dann der VfL Gladbeck 2 zum dritten Saisonspiel in Brambauer.

VfL: Lüger – Eder (14 Tore), Kurt (5), Richter (4), Langmann (1), Ziepel (1), Pape (1), Wagner (1)

Herren-Bezirksliga

VfS 59 Warstein – Lüner SV 44:32 (21:15)

Es war das erwartet schwere Spiel für die Bezirksliga-Herren des Lüner SV. „Wenn wir eine Chance haben wollen, müssen wir vor allem in der Abwehr kompakt stehen“, so lautete die Marschroute des Trainer-Duos Falk Seeger/Andreas Schlösser vor dem Auswärtsspiel in Warstein.

Doch gerade die kompakte Abwehr sollte am Samstag für den LSV zum Problem werden, denn bereits zur Pause lagen die Lüner mit sechs Toren zurück. „Anfangs konnten wir noch mithalten, aber gegen Ende der ersten Hälfte haben wir dann den Faden verloren“, so LSV-Coach Andreas Schlösser.

Weil der LSV im zweiten Abschnitt allerdings nicht nur in der Abwehr Lücken offenbarte, sondern auch in der Offensive die eine oder andere Fehlentscheidung traf, bauten die Hausherren ihren Vorsprung kontinuierlich aus und konnten schlussendlich einen deutlichen und ungefährdeten 44:32-Heimsieg einfahren.

„Wir waren defensiv nicht gut. Wenn man auswärts 32 Tore wirft, sollte man so ein Spiel eigentlich gewinnen können, aber dafür war unsere Abwehrleistung phasenweise einfach zu schwach“, so Schlösser. An der herben Pleite konnte letztlich auch eine überragende Torausbeute von Josef Stolina nichts ändern, der insgesamt 15 der 32 LSV-Treffer erzielte.

LSV: Karanski/Hangebrock – Stolina (15 Tore), Rolle (5), Hadag (4), Dürr (3), Ostermann (3), Zeiger (2), Leder, J. Schlösser, Schinck, Bugnowski

Über den Autor
Redakteur
Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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