Dennis Gerleve (r.) war nur kurz spielender Co-Trainer bei BW Alstedde. © Timo Janisch
Fußball

„Schon alles sehr, sehr merkwürdig“: Dennis Gerleve hat turbulentes Jahr hinter sich

Für Sportler war das Jahr 2020 eine Jahr zum Vergessen. Oder wie Dennis Gerleve es ausdrückt: „eine Vollkatastrophe“. Denn für ihn war es nicht nur sportlich eine turbulente Zeit.

Das Jahr 2020 war wohl für alle mit der Corona-Pandemie eine turbulente Zeit. Bei Dennis Gerleve wirbelte aber nicht nur die Pandemie einiges durcheinander: drei Trainer-Stationen, dazu ein persönlicher Verlust.

Bereits vor dem Corona-Ausbruch im März stand fest, dass Gerleve seinen langjährigen Verein BV Lünen als Trainer verlassen werde. Stattdessen trainierte er als spielender Co-Trainer seit dem Sommer BW Alstedde – doch auch hier ist nun Schluss.

„Vor sechs Wochen kam von Vinnum die Anfrage, ob ich als Spielertrainer einsteigen möchte“, erklärt Gerleve. Die Vinnumer waren auf der Suche nach einem Trainer, warben ihn dann aus Alstedde ab.

Die Kaderplanung geht nur über das Telefon

Es ist keine einfache Situation für Gerleve, jetzt bei einem komplett neuen Verein zu starten. Denn er kennt keinen Spieler, hat keine Kontakte nach Vinnum. Eine Planung der neuen Saison während der Pandemie erweist sich als schwierig.

„Es ist schon alles sehr sehr merkwürdig“, sagt er. „Wir sind da jetzt komplett in den Planungen, das geht aber halt alles nur über Whatsapp und über Telefongespräche.“ Es sei auch schwierig, weil man nicht in die Zukunft planen können, „man weiß ja gar nicht, wie es weitergeht“, erklärt Gerleve.

Der jetzige Vinnumer ist Fußballer durch und durch, „ich spiele eigentlich schon mein ganzes Leben“, sagt er. Ursprünglich startetet er beim FC Lünen, hatte dann Stationen bei BV Lünen und beim SV Preußen. Bei BV wurde er Cheftrainer. Dann kam die Pandemie. „Das war eigentlich, wie für alle, eine Vollkatastrophe“, sagt er rückblickend zum Saisonverlauf.

Hinzu kommt, dass er im September einen persönlichen Schicksalsschlag verarbeiten musste, als sein Vater verstarb. „Im März wurde es unterbrochen, dann nicht zu Ende gespielt. Dann sah es im Sommer besser aus als ich nach Alstedde ging und jetzt ist wieder Pause“, fasst Gerleve die Ereignisse zusammen.

Für Dennis Gerleve beginnt nun also das kommende Jahr direkt mit einem neuen Kapitel – und vielleicht weniger Turbulenzen als in 2020.

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick

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