Die SG Gahmen um den Sportlichen Leiter Hüseyin Tekin wollte Einspruch gegen die Wertung der zurückliegenden Spielzeit einlegen. © Timo Janisch
Fußball

SG Gahmen bleibt Kreisligist: Beschwerde landet bei falscher Adresse

Als einziger Verein in Westdeutschland ging die SG Gahmen gegen die Saison-Annullierung vor. Allerdings wird das Vorhaben nicht von Erfolg gekrönt sein. Schuld daran ist der Verein selbst.

Im zweiten Jahr in Folge zerplatzte für die SG Gahmen der Traum vom Aufstieg in die Bezirksliga. Mit der bloßen Annullierung der Saison wollte sich der A-Ligist allerdings nicht abfinden und ging gegen die Wertung ohne Aufsteiger vor. Ende April verkündete der scheidende Sportliche Leiter Hüseyin Tekin, dass man nun offiziell Einspruch eingelegt habe. Dabei unterlief dem Verein jedoch ein Fehler, der schwerwiegende Folgen haben wird.

Verband war der falsche Ansprechpartner

„Anders als im Herbst angekündigt, scheint der Verband keinen Plan B für einen möglichen Modus zu haben, um zumindest noch Auf- und Absteiger ermitteln zu könne.“ Mit diesen Worten hatte Tekin vor knapp zwei Wochen den offiziellen Einspruch der SG Gahmen begründet.

Soweit, so gut, denn dass es einen solchen Einspruch gegeben habe, bestätigte der Vizepräsident des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen (FLVW) Manfred Schnieders auf Anfrage dieser Zeitung: „Ja, das Schreiben der SG Gahmen ist bei uns fristgerecht eingegangen. Wir haben dann aber umgehend geantwortet und dem Verein mitgeteilt, dass er sich mit dem Anliegen an den Fußballkreis Dortmund wenden muss“, so Schnieders.

„Sache ist für uns vom Tisch“

Anders als augenscheinlich vom Klub angenommen, sei nämlich der Fußballkreis Dortmund als zuständige Verwaltungsstelle für den Umgang mit einem derartigen Einspruch verantwortlich. Dieser habe laut Kreisvorstand Jürgen Grondziewski allerdings bislang kein Schreiben der SG Gahmen erhalten.

„Die öffentliche Mitteilung über die Annullierung ist am 23. April erfolgt. Die Vereine hätten demnach bis zum 3. Mai Zeit gehabt, um gegen diese Pläne eine Beschwerde einreichen zu können“, so Grondziewski. Diese Möglichkeit sei aber nicht in Anspruch genommen worden – auch nicht von der SG Gahmen.

Dadurch, dass nun auch die offizielle Frist verstrichen ist, scheinen die Chancen für die SG Gahmen, doch noch eine Aufstiegsregelung zu erwirken, gen null zu tendieren. „Für uns ist die Sache damit auf jeden Fall vom Tisch“, betont Grondziewski.

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