Die SG Gahmen wird für einige Wochen auf einen anderen Fußballplatz ausweichen müssen. © Timo Janisch
Fußball

SG Gahmen braucht vorläufig eine neue Heimat – auf einen Platz will der Klub absolut nicht

Schon in gut vier Wochen könnte die SG Gahmen eine neue sportliche Heimat benötigen. Auf einen bestimmten Platz will der Klub aber auf keinen Fall. Aktuell läuft die Suche nach einer Lösung.

Es scheint nun endlich ganz schnell zu gehen. Die SG Gahmen erhielt am Dienstag vom Land Nordrhein-Westfalen die Förder-Bewilligung für den Bau eines Kunstrasenplatzes an der Kaubrügge. Baustart: vielleicht schon kommenden Monat.

Etwa 58 Prozent der kalkulierten Kosten übernehme das Land, so das Gahmener Vorstandsmitglied Hüseyin Tekin. Das seien 237.000 Euro. Doch ein Problem löst der langerwartete Geldsegen nicht.

SG Gahmen benötigt Platz zum Ausweichen

Wie Tekin mitteilte, hoffe die SG Gahmen, schon Anfang Oktober mit den Bauarbeiten beginnen zu können. Gleichzeitig mit der Spielfläche stehen auch im Bereich der Umkleidekabinen bauliche Veränderungen an.

Sechs bis acht Wochen solle das gesamte Bauvorhaben andauern, so Tekin. Die Meisterschaft hat bereits begonnen, der Spielbetrieb läuft bis Mitte Dezember beinahe ununterbrochen weiter. Die SGG benötigt also einen Ausweichplatz.

Dass der Verein hierbei auch die Stadt Lünen in der Pflicht sehe, machte Tekin schon am Dienstag deutlich. „Die Stadt muss uns letztlich irgendwie einen Ausweichplatz zur Verfügung stellen, wo wir trainieren und spielen können“, sagt Tekin.

Die Pressestelle der Stadt Lünen bestätigte auf Anfrage dieser Redaktion, dass die Kommune bereits einen Anruf der SG Gahmen zum Thema erhalten habe. Weil das Förderportal des Landessportbundes (LSB) die finanzielle Unterstützung für den Klub bestätigt, wird die Stadt nun tätig.

Die Asche an der Kaubrügge soll bald der Vergangenheit angehören.
Die Asche an der Kaubrügge soll bald der Vergangenheit angehören. © Timo Janisch © Timo Janisch

„Wir sind jetzt dabei, einen Alternativplatz zu suchen. Einen freien Platz gibt es nicht“, heißt es von der städtischen Pressestelle. Die umliegenden Plätze des VfB Lünen, des SV Preußen und des TuS Niederaden sind durch die Heimvereine belegt, ohne Hausherr steht kein Platz in der Nähe da.

SG Gahmen will nicht an den Karrenbusch

„Deshalb bleibt aktuell nur die Möglichkeit, mehrere Plätze zu nutzen. Der Verein hat uns aber mitgeteilt, dass auch das in Ordnung ist“, so die Stadt. Dazu befinde man sich bereits in Gesprächen mit den verschiedenen Vereinen, schließlich müssen die bereits fertigen Spielpläne der einzelnen Klubs Berücksichtigung finden.

Derweil gibt es jedoch einen Platz, auf dem die SGG auf keinen Fall spielen möchte. „Die SG hat uns mitgeteilt, dass sie nicht die Sportanlage am Karrenbusch in Brambauer nutzen möchte“, heißt es von der Stadt. Der dortige Ascheplatz befindet sich in keinem guten Zustand und machte zuletzt einige Male negative Schlagzeilen.

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Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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Timo Janisch

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