Bis auf den Fußballplätzen der Region wieder gespielt werden kann, wird vermutlich noch einige Zeit vergehen. © Bernd Paulitschke
Amateurvereine

Stadt äußert sich zu Corona-Auswirkungen: Vereine fürchten zunehmenden Mitgliederschwund

Zum zweiten Mal befindet sich Deutschland im Lockdown. Viele Menschen sorgen sich seither um die eigene Gesundheit und die ungewisse Zukunft. Auch die Lüner Sportvereine sind davon betroffen.

Tag für Tag beherrschen Meldungen über die Corona-Pandemie die Schlagzeilen. Die Berichte von neuen Rekordzahlen reißen trotz massiver Einschränkungen nicht ab. Neue Verschärfungen, Verlängerungen der Lockdown-Maßnahmen. Das macht etwas mit den Menschen. Die Angst vor einer ungewissen Zukunft ist allgegenwärtig. Und sie macht auch vor dem Sport nicht Halt.

Fragestellungen haben sich verändert

Denn wie es weitergeht im Sport, ist ein großes Fragezeichen. Die Stadt Lünen aber will die Sportvereine nicht alleine im Regen stehen lassen. Stadtsprecher Benedikt Spangardt hat auf eine entsprechende Nachfrage dieser Redaktion aufgezeigt, was man den Vereinen derzeit anbieten kann. „Grundsätzlich sind wir als Stadtverwaltung jederzeit in Kontakt mit den Sportvereinen unserer Stadt“, so Spangardt. Federführend sei da die Sportverwaltung, die den Vereinen seit Beginn der Pandemie als Ratgeberin zur Seite stehen würde.

Weiter sagt Spangardt: „Insgesamt können wir sagen, dass sich die Fragestellungen der Vereine im Laufe der Zeit verändert haben. Im Sommer ging es oft noch darum, wie die Vereine die Sportanlagen benutzen dürfen. Vor allem haben wir da Fragen zu vereinseigenen Hygieneplänen beantwortet. Auch wenn es um das Thema Mitgliederversammlung ging, konnten wir behilflich sein, beispielsweise bei möglichen Ausweichorten.“

Dies habe sich aber im Laufe der letzten Monate deutlich verändert. „Aktuell werden wir von Vereinen immer wieder gefragt, wann es mit dem Vereinssport wieder losgehen kann. Das ist in der derzeitigen, sich sehr dynamisch entwickelnden Situation nicht vorhersehbar“, so Spangardt.

Stadt verzichtet weiterhin auf Nutzungsgebühren

Hierbei könne man sich lediglich auf die Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen beziehen. Und die untersagt derzeit jeden Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen.

Und genau das treibt den Vereinsverantwortlichen die Sorgenfalten auf die Stirn. Die Stadt habe insbesondere eine Angst um die Mitgliederloyalität bei den Vereinen wahrgenommen. Von großen Austrittswellen habe man im Moment jedoch noch keine Kenntnis.

Wirtschaftlich versucht die Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu helfen. Hierauf gibt Spangardt an: „Schon zu Beginn der Pandemie haben wir uns offensiv um die Vereine bemüht. Wichtig für uns war und ist, dass die Vereine in der aktuellen Situation finanziell nicht noch zusätzlich belastet werden. Deshalb war für uns von vornherein klar, dass wir keine Nutzungsgebühren für die Sporthallen erheben werden. Auch die für Schwimmvereine fälligen Nutzungskosten der Schwimmbäder haben wir schon zu Pandemie-Beginn übernommen.“

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