Der Stadtsportverband Lünen hat entschieden, wie er mit den Hallenstadtmeisterschaften in der Rundsporthalle verfahren wird. © Günther Goldstein
Hallenstadtmeisterschaft

Stadtsportverband fällt Entscheidung über Hallenstadtmeisterschaft in Lünen

Aufgrund der Corona-Pandemie stehen sämtliche Großveranstaltungen auf der Kippe. Der Stadtsportverband Lünen hat nun verkündet, wie er mit der Hallenstadtmeisterschaft verfahren will.

Die Zukunft von beinahe allen Großveranstaltungen ist angesichts der Corona-Pandemie ungeklärt. Der Stadtsportverband Lünen (SSV) hat nun erklärt, wie er mit der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft in Lünen umgehen will.

Gemeinsam mit der Fachschaft für Jugendfußball habe die Fachschaft für Seniorenfußball im SSV eine Entscheidung diskutiert und gefällt, erklärt Sascha Holz, Fachschaftleiter Seniorenfußball im SSV.

Und diese Entscheidung ist eindeutig: Es wird im Jahr 2020 keine Hallenstadtmeisterschaft in Lünen geben. Auch die Titelkämpfe der Junioren über den Jahreswechsel fallen aus. Die Entscheidung des SSV ist endgültig.

Sascha Holz tritt als Vorsitzender des TuS Niederaden zurück. © Foto: Goldstein © Foto: Goldstein

Angesichts der Corona-Pandemie ist klar: Eine übliche Durchführung der Stadtmeisterschaften ist nicht möglich. In der Fachschaft habe man gemeinsam überlegt, welche Alternativen infrage kämen, so Holz.

Mehrere Probleme bei der Nutzung der Rundsporthalle

Das Ergebnis war ernüchternd. Die Nutzung der Kabinen hätte ein organisatorisches Problem dargestellt. In der Rundsporthalle hätten nämlich bei den Senioren und in vielen Altersklasse der Junioren mehr Teams gespielt als Kabinen zur Verfügung stehen.

Auch sei die Beschaffenheit der Rundsporthalle nicht so, dass man die Zuschauer wie erforderlich hätte trennen können, erklärt Holz. Einige Probleme hätten man zwar lösen können, doch der Mehraufwand für Veranstalter und Ausrichter wäre enorm gewesen. „Das ist dann kein Gewinn mehr“, so Holz, der auch darauf verweist, dass einigen Vereinen die nötige Manpower dafür fehlen könnte.

In der Fachschaft habe man auch diskutiert, ob man sich mit einer Entscheidung Zeit lasse und die Pandemie-Lage zunächst weiterhin beobachtet. Aufgrund der geringen Erfolgschancen auf eine wenige aufwändige Durchführung der Turniere und einer dann sehr kurzfristigen Organisation hat man sich allerdings schon jetzt für eine Absage entschieden.

Stadtsportverband teilt Entscheidung den Vereinen mit

Diese Entscheidung hat der SSV nun den Vereinen mitgeteilt und wartet nun auf Rückmeldungen durch die Klubs. Bislang sei das Feedback ausschließlich verständnisvoll, berichtet Holz. „Ich glaube, das war die einzige richtige Entscheidung“, sagt der Fachschaftsleiter.

Im vergangenen Jahr feierte der BV Brambauer überraschend den Titelgewinn. © Timo Janisch © Timo Janisch

Dabei fand auch das Image der Veranstaltung Berücksichtigung. Seit Jahren schwand das Interesse an den ehemals so beliebten Stadtmeisterschaften, die noch immer der Jahreshöhepunkt der Lüner Fußballszene sind.

Im vergangenen Jahren war nach einigen Änderungen erstmals wieder ein Schritt in Richtung eines attraktiveren Turniers erkennbar. Die Stadtmeisterschaften mit Biegen und Brechen durchzuführen, „die nachher wieder ein Rückschritt sind“, ergebe für Holz keinen Sinn.

Schließlich laufe der Spielbetrieb in den Ligen ja noch gar nicht. Selbst Testspiele müssen aufgrund von Corona-Infektionen immer wieder abgesagt werden. „Wenn der normale Spielbetrieb in den Ligen wieder einigermaßen läuft, dann kann man wieder über ein Hallenturnier nachdenken“, so Holz.

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freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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Timo Janisch

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