Bei der TransAlp ging es für Matthias Bettin unter anderem darum, insgesamt knapp 19.000 Höhenmeter zu bewältigen. © Privat
Radsport

Stürze und eine „Materialschlacht“: Lüner fährt eines der härtesten Radrennen der Welt

Die TransAlp ist ein prestigeträchtiges Event für Radsportfans. Eine Woche lang kämpfen sich mehr als 600 Sportlerinnen und Sportler durch die Tücken der Alpen – mit dabei war auch ein Lüner.

Insgesamt 752 Kilometer und 18.800 Höhenmeter legten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen „TransAlp“ zurück – einem der härtesten Radrennen der Welt. Die Strecke der siebentägigen Tour war dabei in diesem Jahr eine Überarbeitung jener, die für die TransAlp 2020 vorgesehen war, allerdings coronabedingt nicht stattfinden konnte. Mit dabei war auch ein Radsportler aus Lünen. Die Tour startet im österreichischen Nauders am Reschenpass und endet in Italien am Gardasee.

Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Christoph Prokop bildete Matthias Bettin vom Radsportverein 23 Lünen bei dieser Tour, die im österreichischen Nauders am Reschenpass startete und am Gardasee in Italien ihr Ende fand, ein Duo. Seine Eindrücke von der Tour beschreibt Bettin als „durchweg positiv“.

Freundschaftliches Verhältnis unter den Teams

„Ich war wegen der Corona-Pandemie erst etwas skeptisch und hatte auch aufgrund der generellen Organisation meine Zweifel, aber die Verantwortlichen haben das gut gemeistert. Es gab keine Probleme und hat mit dem nötigen Abstand gut funktioniert. Ich hatte mir das schlimmer vorgestellt“, so Bettin.

Auch das Verhältnis unter den Teams sei harmonisch gewesen. „Eine Konkurrenz ist nicht aufgekommen. Wir waren als Team aber auch nicht so ambitioniert und haben die Tour mehr als Urlaub gesehen. Die Mountainbike-Szene ist auch unter den Ambitionierten sehr freundschaftlich. Hier gönnt es jeder jedem, auch an der Spitze“, erklärt der Vorsitzende des RSV.

Ganz ohne Blessuren kam Bettin bei der TransAlp, die durchaus als eines der härtesten Radrennen der Welt angesehen werden kann, jedoch nicht davon. Zweimal musste er sich nach Stürzen wieder auf sein Fahrrad heben. Zurück in Deutschland wurde letztlich sogar ein Nasenbeinbruch festgestellt.

„Das hat mich aber eigentlich nicht eingeschränkt. Es war aber natürlich ein bisschen im Kopf drin. Aber wir haben auch nicht viel riskiert, weil wir keine Ambitionen hatten, auf das Podest zu fahren“, so Bettin.

Termin für nächstes Rennen steht bereits fest

Auch für Menschen, die möglicherweise mit dem Gedanken spielen, in Zukunft ebenfalls an der TransAlp teilnehmen zu wollen, hat Bettin einen Rat: So sollte man zumindest „versucht haben, Berge zu fahren, vielleicht in den Alpen. Im Sauerland zu fahren, reicht da nicht“, rät der Lüner.

Außerdem solle man nicht mit neuen Rädern fahren, sondern seine alten Räder aufrüsten, da die Tour eine „Materialschlacht“ sei. „Nach der Woche konnte ich am Fahrrad alles wieder neu machen. Die Tour setzt dem Fahrrad richtig zu“, klärt Bettin auf.

An der Tour will der Hobby-Sportler noch einmal teilnehmen. Dieses Jahr sei allerdings kein Event dieses Ausmaßes mehr geplant. Am 29. August wird er auf seinem Rennrad am eintägigen Ötztaler Radmarathon teilnehmen, dem anspruchsvollsten Radmarathon der Alpen.

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