Ein junger talentierter Lüner Fußballer gab sein Debüt in der ersten Mannschaft bereits mit 17 Jahren. © Timo Janisch
Lüner Sport-Adventskalender

Talentierter Lüner Fußballer debütiert bereits mit 17 Jahren in der ersten Mannschaft

Ein junger, talentierter Lüner Fußballer gab bereits mit 17 Jahren sein Debüt für seinen Klub. Die Trainerkonstellation in seinem Verein ist eine Besondere. Der Lüner Sport-Adventskalender Nummer elf.

Dass der SV Preußen Lünen mit seiner ersten Mannschaft viel auf junge Talente setzt, ist hinlänglich bekannt. Doch sticht ein Spieler der Preußen ganz besonders heraus. Niklas Urban gab in dieser Saison sein Debüt im Seniorenbereich mit gerade einmal 17 Jahren in der Kreisliga A. Viele andere Jugendliche spielen in diesem Alter noch in der A-Jugend.

Für Urban aber kein unbekanntes Gefühl: „Ich habe bereits bei Preußen in der A-Jugend gespielt, da war ich eigentlich noch B-Jugendlicher.“ Der Youngster kennt sich also bestens damit aus, sich mit älteren Gegenspielern auf dem Platz zu messen. Seine Fußballkarriere startete er mit fünf Jahren in seinem Heimatdorf Niederaden beim dortigen TuS.

„Zu Hause ist das eine, auf dem Platz das andere“

2009 folgte der Wechsel zum SuS Kaiserau und nach sieben Jahren der Sprung in die A-Jugend der Preußen. Dort glückte auch der Aufstieg in die Kreisliga A. Für ein Jahr ging es dann noch mal in die A-Jugend von Kaiserau, „um Erfahrung zu sammeln“, so Urban.

Und warum ausgerechnet die erste Mannschaft der Preußen?

Nun ja, dortiger Trainer ist ein gewisser Stefan Urban, Vater von Niklas. Man sollte meinen, dass das eine komische Situation sein könnte, doch für Niklas Urban ist das nichts Ungewöhnliches: „Dass mein Vater mein Trainer ist, ist nichts Neues für mich. Er war die Hälfte meiner Fußballlaufbahn mein Trainer, aber ich habe damit kein Problem. Zu Hause ist das eine, auf dem Platz das andere.“

Dem frisch gebackenen 18-Jährigen fiel der Einstieg in seine neue Mannschaft leicht: „Die meisten Spieler aus dem Team kannte ich schon, da alle auch öfter mal bei uns zu Hause waren und sich einen schönen Abend gemacht haben. Außerdem kannte ich manche schon aus gemeinsamen Zeiten in der A-Jugend.“

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Doch wird man mit dem Vater als Trainer nicht bevorzugt? Für Urban ist eher das Gegenteil der Fall: „Mein Vater weiß genau, was ich kann und er erwartet auch, dass ich das abliefere. Genau wie bei jedem anderen Spieler auch. Ich musste auch der Mannschaft mein Können unter Beweis stellen, das hat aber von Anfang an gut geklappt. Es gab Lob von den Zuschauern und den Teamkollegen und seitdem wurde ich auch noch mehr in die Mannschaft aufgenommen, da sie gesehen haben, wie sehr ich auf dem Platz für sie ackere.“

Urban in persönlicher Bestform

Auch in der Coronapause arbeitet er weiter akribisch an sich: „Ich bin momentan in meiner persönlichen Bestform, da ich fast täglich in unserer Garage mit Gewichten trainiere und regelmäßig laufen gehe. Außerdem mache ich ab und an was mit dem Ball.“

Der Schüler des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums paukt außerdem für sein Abitur, das im nächsten Jahr ansteht. Ziel danach ist ein duales Studium in BWL und Digitalisierung.

In jedem Fall darf sich der SV Preußen auch nach der Coronapause auf ein aufregendes und für sein Alter sehr reifes, junges Talent freuen.

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