Thorben Kraus rettete den Alstedder Auswärtssieg bei der DJK TuS Körne. © Timo Janisch
Fußball-Bezirksliga

Thorben Krause verhindert, dass BWA in eine Misere rutscht – und merkte das schon am Morgen

Es hätte der dritte unbefriedigende Spieltag in Serie für BW Alstedde werden können. Die Vorzeichen standen nicht gut für den Bezirksligisten. Doch dann betrat Thorben Krause die Bühne.

BW Alstedde drohte, schon zu Saisonbeginn in eine kleine Misere zu stolpern. Dass die Blau-Weißen das trotz schwieriger Aufgabe am Sonntag verhinderten, lag vor allem an einem Spieler.

Nach der Last-Minute-Niederlage im wichtigen Derby gegen Westfalia Wethmar (0:1) und dem desolaten Remis gegen den Lüner SV II (2:2) stand BWA am Sonntag gegen den DJK TuS Körne unter Druck. Es ging zu einem der Top-Teams der Bezirksliga 8 – und das auch noch ohne den urlaubenden Spielertrainer Tim Hermes.

Thorben Krause verdient sich ein Sonderlob von Andreas Hermes

Dass es in Dortmund trotzdem zu einem 3:2-Erfolg reichte, lag vor allem an Schlussmann Thorben Krause. Einige Male habe Krause seine Vorderleute gerettet und die Alstedder hätten sich auf ihren Rückhalt verlassen können, sagte Co-Trainer Andreas Hermes nach der Partie.

„Ich bin Torwart. Letztlich ist es meine Aufgabe, mal einen rauszufischen. Dafür bin ich da“, sagte Krause am Dienstag. Zu viel Lob wollte er nicht gelten lassen. Schließlich sei genau das, was er am Sonntag gezeigt hat, sein Job innerhalb der Mannschaft.

Das, was der langjährige Alstedder am Sonntag hatte, lässt sich wohl ganz klassisch als „guten Tag“ bezeichnen. Schon morgens habe er sich ausgeschlafen gefühlt und bei seinen Routinen sowie beim Frühstück ein gutes Gefühl gehabt, erinnert sich Krause. „Dann beim Torschuss beim Warmmachen bin ich schön in die Ecken gekommen“, so Krause.

Thorben Krause: Es braucht Zeit bei BW Alstedde

Doch nicht nur der Torwart hat in Körne eine gute Leistung gezeigt. „Wir haben viel über Mentalität und Einstellung gemacht“, sagt Krause. Das war auch nötig, denn mit Hermes, Philipp Herder oder dem nur eigewechselten Mario Lindner fehlten einige Leistungsträger im Zentrum.

Zudem sind mit Noah Bagdat und Cem Ates zwei weitere potenzielle Top-Spieler erst kürzlich zum Team gestoßen. „Ich weiß, dass bei uns viele Leute mit einer hohen Qualität sind. Dass es sich einspielt, ist nur eine Frage der Zeit“, sagt Krause.

Gelingt das, könnte BWA mittelfristig auch selbst als Favorit in Begegnungen wie die am Sonntag gehen. „Dann können wir jedes Spiel gewinnen“, so Krause. Zunächst gibt der etwas überraschende Auswärtserfolg aber erstmal kurzfristigen Auftrieb. Krause sagt: „Klar, geht man dann mit einer breiten Brist in die nächste Woche.“

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Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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Timo Janisch

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