Werden die Teams aus Lünen und Schwerte bei der nächsten Hallenfußball-Stadtmeisterschaft in Dortmund mit dabei sein? Der Fußballkreis Dortmund, um Vorsitzenden Jürgen Grondziewski, hat eine Entscheidung getroffen. © Foltynowicz
Fußball

Warum lädt Kreis Klubs von der Stadtmeisterschaft aus, obwohl er nicht Veranstalter ist?

Der Fußballkreis hat die Lüner und Schwerter Teams von der Stadtmeisterschaft in Dortmund ausgeschlossen. Aber wieso darf der Fußballkreis überhaupt über diese Maßnahme entscheiden?

Es war bereits vermutet worden, die offizielle Bestätigung blieb jedoch bis zuletzt aus. In dieser Woche wurden die Lüner und Schwerter Mannschaft dann aber doch endgültig darüber informiert, dass sie an der nächsten Hallenstadtmeisterschaft in Dortmund nicht teilnehmen dürfen.

Zentrale Instanz zur Organisation erforderlich

Soweit, so erwartbar. Was nach dieser Entscheidung aber bleibt, ist die Frage, wieso der Fußballkreis Klubs von dem Turnier ausschließen darf, obwohl er selber gar nicht als Ausrichter der Veranstaltung aktiv wird? Um dies verstehen zu können, muss man einige Jahre zurückgehen, hin zu den Anfängen der Hallenstadtmeisterschaft.

Ins Leben gerufen wurde das Turnier einst von Westfalia Wickede und dem FC Brünninghausen in Zusammenarbeit mit der Westfälischen Rundschau. Als kleines Event mit lediglich acht Teilnehmern gestartet, entwickelte sich die Hallenstadtmeisterschaft zu einer großen Veranstaltung, die von einzelnen Vereinen nicht mehr bewerkstelligt werden konnte. Deshalb sprang irgendwann der Fußballkreis ein und übernahm die Organisation.

Laut Jürgen Grondziewski, seit mittlerweile 20 Jahren als Vorsitzender des Fußballkreises Dortmund aktiv, sei deshalb vor allem die Größe der Dortmunder Hallenstadtmeisterschaft entscheidend für das Mitwirken des Kreises. „Nicht nur der organisatorische Aufwand, sondern vor allem auch der finanzielle Aspekt machten es irgendwann erforderlich, dass eine solche Veranstaltung von einer zentralen Instanz auf die Beine gestellt wird“, sagt Grondziewski.

Der Fußballkreis fungiere mittlerweile als Schirmherr des Turniers, während die einzelnen Vereine als Ausrichter auftreten. Dabei seien es in den vergangenen Jahren laut Grondziewski stets die gleichen Klubs gewesen, die sich für eine Ausrichterrolle beworben hätten: „Nicht jeder Verein kann die Kapazitäten aufbringen, um eine solche Veranstaltung durchzuführen. Die endgültige Organisation übernehmen aber wir als Fußballkreis.“

Fußballkreis fungiert als Schirmherr und musste Entscheidung treffen

Vor allem im Hinblick auf die Sponsorensuche und notwendige Vertragsabschlüsse könne man ein derartiges Turnier nicht den einzelnen Vereinen überlassen. „Ich will keine Namen nennen, aber alleine die Miete der Helmut-Körnig-Halle kann ein Klub alleine nicht stemmen“, so der Kreisvorsitzende. Hinzu komme, dass die Vereine im Alltag zahlreiche andere Aufgaben erfüllen müssten und die Organisation eines solchen Events auch daher nicht zu realisieren wäre.

Doch weshalb engagiert sich der Fußballkreis Dortmund nicht auch bei den Hallenstadtmeisterschaften in Lünen und Schwerte? Das hänge Grondziewski zufolge damit zusammen, dass die Turnier in Lünen und Schwerte deutlich kleiner seien als die Stadtmeisterschaft in Dortmund. Zudem sei nie die Frage gestellt worden, ob der Fußballkreis auch in den anderen beiden Städten aktiv werden könne.

Für Grondziewski ist derweil vollkommen nachvollziehbar, dass der Ausschluss einige Vereine aus Lünen oder Schwerte verärgert habe. „Ich bedaure sehr, dass wir diese Maßnahme treffen mussten. Als Schirmherr ist der Fußballkreis aber schlussendlich für die Durchführung des Turniers verantwortlich und daher mussten wir eine Entscheidung treffen“, sagt Grondziewski.

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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