Oliver Maifeld (r.) und Patrick Schöpf standen sich im Lokalduell gegenüber. © Timo Janisch
Fußball

Westfalia Wethmar enttäuscht völlig gegen den VfB Lünen – nur Neuzugänge treffen

Im Lüner Derby gegen den VfB Lünen hat Westfalia Wethmar auf ganzer Linie enttäuscht. Anders fällt das Fazit der Süder aus. Auf einer Seite fehlte der Cheftrainer.

Das Derby zwischen Westfalia Wethmar und dem VfB Lünen verlief lange Zeit ziemlich unspektakulär. Dann allerdings kippte das Fußball-Testspiel in Richtung der Süder. Die Treffer erzielten auf beiden Seiten ausschließlich Neuzugänge.

Lange Zeit passierte jedoch ganz wenig an der Wehrenboldstraße. Die drei Tore, die es beim 2:1 des A-Ligisten beim Bezirksligisten werden sollten, schienen weit entfernt.

Beide Teams präsentierten viel Stückwerk, nur nach Standards lag mal etwas Torgefahr in der Luft. Am gefährlichsten entpuppten sich noch die Flanken des VfB über rechts, die Wethmar unter Druck klären musste.

Moritz Möller mit der besten Chance für Westfalia Wethmar

Die Kopfball-Chance von Wethmars Moritz Möller und ein Abseitstor der Süder waren die Höhepunkte des ersten Durchgangs. „Da kamen wir nicht so in die Tiefe. Da fehlten mir die Läufe noch. Das haben wir in der zweiten Halbzeit besser gemacht und sofort das 1:0 erzielen können“, sagte VfB-Trainer Mark Bördeling.

Nach einem perfekten Steilpass musste Stürmer Tim Gehrmann nur noch auf Andre Richter quer legen, der einschob (55.). „Dann haben wir auch viel mehr Aktionen in der Tiefe gehabt, weil wir uns anders bewegt haben. Dementsprechend glaube ich schon, dass es hinterher ein verdienter Sieg war“, so Bördeling.

Paul Mantei vertrat dem krankheitsbedingt fehlenden Cheftrainer Steven Koch.
Paul Mantei vertrat dem krankheitsbedingt fehlenden Cheftrainer Steven Koch. © Timo Janisch © Timo Janisch

Damit es auch mit einem Sieg an die heimische Dammwiese ging, war letztlich ein weiterer Treffer notwendig. Nach einem taktischen Foul von Wethmars Nico Sonnen an Gehrmann brachte Matti Bartsch einen Freistoß per hohem Ball in den Strafraum, am Ende der Verwertungskette erzielte Marius Mantei das 2:0 (81.) – wie Richter einer von zwei der Öffentlichkeit bisher unbekannten Neuzugängen.

Christian Wantoch von Rekowski trifft sehenswert gegen den VfB Lünen

Kurz vor Schluss brachte Christian Wantoch von Rekowski – der dritte im Bunde der Neuzugänge – nochmal Spannung in die Partie. Nach einem Abspielfehler setzte er den Ball unglaublich sanft unter die Latte. Doch der Treffer in der 88. Minute kam zu spät.

„Die Jungs haben sich sehr, sehr gut verkauft“, lobte Bördeling seine A-Liga-Mannschaft, ohne die Leistung im Vergleich mit den bisherigen Tests zu hoch hängen zu wollen.

Mark Bördeling war zufrieden mit der Leistung seiner Elf.
Mark Bördeling war zufrieden mit der Leistung seiner Elf. © Timo Janisch © Timo Janisch

Auf der Gegenseite konnte Paul Mantei eigentlich mit keinem Aspekt seiner Elf zufrieden sein. Mantei vertrat den erkrankten Chefcoach Steven Koch an der Seitenlinie. Der Westfalia-Plan, Phasen mit viel Druck auf den Gegner und Phasen mit viel Ballbesitz und Ordnung einander abwechseln zu lassen, scheiterte völlig.

„Das ist uns beides nicht gelungen“, so Mantei. Kein Zugriff im Zentrum, unnötig viele lange Bälle, keine Breite – Mantei vermisste zurecht fast alles, was die Grün-Weißen sich vorgenommen hatten. „Es hat an vielen Stellen an Prozenten gefehlt. Im Zweikampfverhalten hat mir ein bisschen die Härte gefehlt“, sagt Mantei.

Über den Autor
freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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Timo Janisch

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