Die Vorbereitungen für den A2-Anschluss "Lünen-Süd" laufen bereits seit 2019. © Straßen NRW
Autobahn 2

Arbeiten für neue Anschlussstelle „Lünen-Süd“ sollen bald weitergehen

Vorbereitet wurde die Fläche für den Bau einer neuen Autobahn-Anschlussstelle an der Kurler Straße bereits. Seitdem hat sich nicht mehr viel getan. Der Grund dafür ist allerdings nicht Corona.

Aus der einseitigen Abfahrt Dortmund-Lanstrop wird „Lünen-Süd“: Die A2 bekommt noch 2021 eine vollständige Anschlussstelle. Bereits im vergangenen Jahr hatten dazu auf Lüner Seite die Vorbereitungen begonnen, Büsche wurden zurückgeschnitten und die Fläche im Bereich der Kurler Straße vorbereitet.

Doch dann tat sich erstmal lange nichts, wie Projektleiter Fabian Patt von der Autobahn GmbH des Bundes auf Anfrage bestätigt. Das neu gebildete Unternehmen ist deutschlandweit für Autobahnbaustellen zuständig und hat die Maßnahme in Lünen zum 1. Januar 2021 von Straßen NRW übernommen.

„Das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“, so Patt. Im Bereich der Böschung verlaufe eine Leitung des Gasversorgers Open Grid. „Als man diese Leitung sichern wollte, wurde deutlich, wie viel Wasser dort im Boden ist.“

Also wartet die Autobahn GmbH darauf, dass die Fläche vollständig trocken ist. „Es bringt nichts, jetzt loszulegen, und zwei Tage später kann die Baufirma wieder abziehen.“ Der Projektleiter geht davon aus, dass es nun im Mai losgehen kann: „Wir werden dann an der östlichen Seite die Kurler Straße verbreitern und danach mit dem Aufschütten der Rampe beginnen.“ Ursprünglich war der Sommer als Termin für die Fertigstellung avisiert worden. Fabien Patt hofft nun, dass es bis Ende 2021 mit der neuen Anschlussstelle klappt.

Lünen lehnte Planungen 1983 ab

Geplant wurde die Anschlussstelle Lünen-Süd schon Anfang der 1980er-Jahre, wie Straßen NRW erklärt: Die Stadt Dortmund stellte 1983 erstmalig einen Antrag auf einen neuen Anschluss der A2: „In Dortmund-Lanstrop sollte von Oberhausen kommend abgefahren und nach Oberhausen aufgefahren werden können.“ Damit sollte der Entsorgungsverkehr leichter der Mülldeponie Dortmund-Lanstrop erreichen können.

„Weil die Stadt Lünen jedoch befürchtete, durch die Auffahrt auf die A2 in Richtung Oberhausen würde der Verkehr auf den Straßen überlastet, stimmte sie den Plänen der Nachbargemeinde nicht zu“, heißt es weiter. Das führte dazu, dass Dortmund seine Pläne änderte und mit Hilfe des Bundesverkehrsministeriums 1992 die Planungen der Anschlussstelle in Fahrtrichtung Hannover durchsetzte. „1994 war die Anschlussstelle Dortmund-Lanstrop auf Dortmunder Stadtgebiet fertig gestellt.“

Nachdem sich die Planungen der Stadt Lünen um die Jahrtausendwende geändert hatten, stimmte 2001 das Bundesverkehrsministerium dem Ausbau zu einer vollständigen Anschlussstelle „Lünen-Süd“ grundsätzlich zu. 2007 standen die ersten Planungsentwürfe und Anfang des Jahres 2010 wurde die Planung für das Projekt letztendlich genehmigt. Im Jahr 2019 wurde mit den Vorarbeiten begonnen werden konnte.

Über den Autor
Redaktion Lünen
Journalist, Vater, Ehemann. Möglicherweise sogar in dieser Reihenfolge. Eigentlich Chefreporter für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen. Trotzdem behält er auch gerne das Geschehen hinter den jeweiligen Ortsausgangsschildern im Blick - falls der Wahnsinn doch mal um sich greifen sollte.
Zur Autorenseite
Daniel Claeßen

Ahaus, Heek und Legden am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt