Die ersten Stahlteile für die neue Kanalbrücke Gahmener Straße sind geliefert worden. © Goldstein
Wasserstraßen-Neubauamt

Bauteile für die Gahmener Kanalbrücke sind da: Jetzt wird geschweißt

Tieflader aus Polen haben erste Bauteile für die neue Brücke an der Gahmener Straße geliefert. Sie müssen zusammengeschweißt werden. Bis die Brücke verschoben werden kann, dauert es noch.

Der Brückenneubau an der Gahmener Straße schwenkt auf die Zielgerade: Am Mittwoch (13.1.) sind die ersten Stahlteile für den Brückenüberbau geliefert worden. Sie kommen per Lkw aus einem Werk in Polen. Dort sind sie vormontiert worden, zusammengeschweißt werden sie seitlich der alten Brücke an der Nordseite in Lünen-Gahmen.

Seit August wird an der neuen Überführung über den Datteln-Hamm-Kanal gearbeitet. Für die Brückenwiderlager sind zwischenzeitlich 24 Pfähle mit einem Durchmesser von 1,20 Meter und teilweise 34 Meter Länge in die Erde gebracht worden. Bis die Rundbogen-Brücke mit ihren Längs- und Querträgern allerdings eingeschwommen werden kann, wird es Sommer werden. Mit der endgültigen Fertigstellung samt Fahrbahn rechnet Ralf Bruns, Bevollmächtigter beim Wasserstraßenneubauamt Datteln, dann im nächsten Jahr.

Lieferung bis Ende der Woche

Bisher sei es wichtig gewesen, die Gründung sicherzustellen. Darauf werden an der Nord- und Südseite Fundamentplatten betoniert, die die Widerlager tragen. Erst dann folgt die Stahlkonstruktion der Brücke. Deren Teile werden jetzt in mehreren Fuhren geliefert. „Bis Ende der Woche wollen wir alles da haben“, sagt Bruns. Der Stahl wird grundbeschichtet geliefert, ihre blaue Deckbeschichtung bekommt die Brücke erst vor Ort. Auch, um Transportschäden zu vermeiden. Dass die Teile nicht per Schiff über den Kanal geliefert werden, erklärt Bruns mit der Lage des Werkes in Polen. Wenn das zu weit vom Wasser entfernt ist und die Teile schon mal auf einem Lkw lägen, dann sei es oft wirtschaftlicher den Lkw weiterfahren zu lassen.

Ein Blick auf die Baustelle Gahmener Straße aus der Luft von Dienstag (12.1.).
Ein Blick auf die Baustelle Gahmener Straße aus der Luft von Dienstag (12.1.). © WNA Datteln © WNA Datteln

Kosten 9,5 Millionen Euro

Nach Auskunft von Ralf Bruns liegen die Arbeiten im Plan, die Corona-Krise hätte sie nicht verzögert. Mit 9,5 Millionen Euro waren die Kosten im August 2020 beziffert worden. Autofahrer sehnen den Neubau herbei, denn schon seit Jahren wird der Verkehr auf der sanierungsbedürftigen Brücke nur einspurig geführt. Doch nicht nur das ist ein Grund für die Erneuerung. Ein weiterer ist der Ausbau des Datteln-Hamm-Kanals von 42 auf 62 Meter Breite. Dann können auch größere Schubverbände die Wasserstraße passieren. Die alte Brücke muss sich dem anpassen. Sie wird zudem auf 5,30 Meter angehoben, damit die großen Schiffe darunter herfahren können.

Ralf Bruns rechnet noch einmal mit einer kurzzeitigen Sperrung für den Verkehr, nämlich dann, wenn die Straße auf die neue Brücke verschwenkt wird. Dafür müssen vorher noch die Rampen angepasst werden. Am Ende werden die Leitungen gezogen.

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Magdalene Quiring-Lategahn

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