Der Brambaueraner Reinhard Pastor ist BVB-Fan mit Leidenschaft und ein Sammler von vielen Fanartikeln aus mehreren Jahrzehnten. © Foto: Michael Blandowski
Fußballfan

Brambauer BVB-Fan hat beachtliche Sammlung – aber keinen Schlafanzug

Reinhard Pastor ist mit dem BVB durch Europa gereist, hat eine beachtliche Sammlung und seinen Sohn mit dem BVB-Fieber angesteckt. Ein BVB-Schlafanzug wäre aber „ein bisschen übertrieben“.

Der BVB ist sein Leben. Sogar seine Ehefrau Brigitte hat er auf der Meisterfeier im Jahre 1995 auf dem Friedensplatz kennengelernt. Reinhard Pastor ist bei den meisten Spielen dabei und hat eine beachtliche Fanartikel-Sammlung in seinem Partykeller. „Eigentlich bin ich im blau-weißen Feindesland geboren. In Marl vor 63 Jahren, im Kreis Recklinghausen und somit ganz in der Nähe des FC Schalke 04. Sogar meine ersten Schritte als Jugendfußballspieler habe ich beim SC Hamm-Marl unternommen. Bis auf Linksaußen habe ich alle Positionen gespielt“, erinnert sich der heutige Brambaueraner.

Seine schwarz-gelbe Fan-Karriere begann bei einem Halbfinalspiel um die Deutsche A-Jugendmeisterschaft mit seinem Club SC Hamm-Marl gegen die BVB-Truppe. Auch die knappe 1:2-Niederlage konnte Reinhard Pastor nicht daran hindern, „schwarz-gelb“ zu werden.

Spielergebnisse sind nach Jahrzehnten noch präsent

„Mein erster Besuch im Stadion, damals noch in der Roten Erde, war in der Saison 1971/72 gegen den Hamburger SV. Wir spielten nur Remis und Uwe Seeler hat damals für den HSV das 1:0 erzielt“, erinnert sich Reinhard Pastor. Einige Jahre später, wir schreiben das Jahr 1980, nimmt er seinen Sohn Andre im zarten Alter von drei Jahren das erste Mal ins Westfalenstadion mit.

Ausgestattet mit einer Dauerkarte zog es Vater und Sohn auf die Südtribüne, im Block 13, dort, wo der wahre BVB-Fan seine Heimat findet. Nach dem Stadionausbau, verbunden mit der Kapazitätsvergrößerung auf über 80.000 Besucher, wechselten die beiden BVB-Anhänger die Plätze. Statt Stehplatz ist jetzt Sitzen angesagt. Block 22, Reihe 28, Platz 48+49, und das bis heute.

Fußballgucken mit dem Fernglas

Mit dem 2001 gegründeten BVB-Fanclub „Revierkoenige 01“ besuchten die beiden etliche Auswärtsspiele im In- und Ausland. „Während meiner Reisen habe ich viel von der Atmosphäre aus den Stadien mitgenommen. Aber auch die verschiedene Bauweise der jeweiligen Spielstätten hat mich beeindruckt“, so Reinhard Pastor.

Im spanischen Camp Nou, der Heimat des FC Barcelona, eine ovale Betonschüssel mit vier Etagen, seien die Spieler nur mit einem Fernglas zu besichtigen. Im schottischen Glasgow sei die Stimmung dagegen einzigartig, ebenso das Freundschaftsverhältnis zu den gegnerischen Fans.

Fanartikel in allen Formen – aber keine Bettwäsche

Wer den Treppengang in den Partyhauskeller von Reinhard Pastor nutzt, wird mit einem Abtauchen in eine „BVB-Welt“ belohnt. 60 Trikots aus den letzten Jahrzehnten, ein eingerahmtes Trikot mit Originalunterschriften der BVB-Stars, Gartenzwerge, Skatspiele, Biergläser, sogar ein BVB-Bildschirmschoner für den PC, Socken, eine Kopie von Meistertrainer Jürgen Klopp im Miniformat, Schals, Kappen und eine Jeanskutte mit Aufnähern sind nur einige Beispiele.

„Ich bin zwar ein bisschen verrückt mit meiner Liebe zum BVB. Aber einen BVB-Schlafanzug oder Bettwäsche des BVB habe ich nicht. Ich glaube, das würde meine Frau auch nicht mitmachen“, meint Reinhard Pastor mit einem Augenzwinkern.

Besonders ins Auge sticht im Partykeller ein blau-weißes Trikot mit roter Schärpe. Inmitten eines schwarz-gelben Farbenmeers ist ein Fußballtrikot aus einer längst vergangenen Zeit zu bewundern.

Auch das alte BVB-Trikot in “Blau-Weiß” gehört zur Sammlung dazu. © Foto: Michael Blandowski © Foto: Michael Blandowski

Denn ursprünglich spielte der BVB in Blau-Weiß, den Farben des heutigen Erzrivalen aus Gelsenkirchen, und nicht in Schwarz-Gelb. Eine zusätzliche Beflockung mit dem Kürzel „RK01“ und der Zahl 17, wenige Zentimeter darunter, stehen für den Fanclub „Revierkoenige 01“. Die Zahl „17“ als der Geburtstag von Reinhard Pastor sowie in Anlehnung an Lieblingsspieler Leonardo Dede.

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Redaktion Lünen
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