Das Luftbild zeigt den Bereich Campus-Süd an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Lünen-Süd im März vergangenen Jahres. © Goldstein (A)
Stadtentwicklung

Campus-Lünen-Süd: Für Gestaltung der Freiflächen fehlt noch jede Menge Geld

Ohne Moos nix los, heißt es im Volksmund. Und das gilt auch für die Gestaltung der Freiflächen rund um die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule - Stichwort Campus-Lünen-Süd. Das ist Stand der Dinge.

Wenn es um die Gestaltung der Freiflächen rund um die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule (KKG) im Rahmen des millionenschweren Stadtteil-Projektes Campus-Lünen-Süd geht, hält sich Lünens Stadtplaner Thomas Berger vornehm zurück. Aus gutem Grunde.

Denn nicht alles, was auf dem Planertisch schon Form angenommen hat, was da im Vorentwurf so erfrischend freundlich daher kommt, wird sich auch tatsächlich in die Realität umsetzen lassen können – zumindest nicht in vollem Umfang.

So sieht der planerische Vorentwurf zur Gestaltung der Freifläche rund um die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule aus.
So sieht der planerische Vorentwurf zur Gestaltung der Freifläche rund um die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule aus. © Stadt Lünen © Stadt Lünen

Daran ließ Thomas Berger am Dienstag (2. März) in der virtuellen Sitzung des Stadtbetriebs Zentrale Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL) keinen Zweifel aufkommen.

„Welche Maßnahmen in welchen Umfang möglich sind, ist derzeit noch völlig offen“, sagte Lünens Stadtplaner: „Am Ende ist das alles eine Frage des Geldes. Und davon braucht es einiges, wie eine erste vorsichtige Kostenschätzung zeigt. Das Investitionsvolumen geht in die Millionen.

Wie Berger sagte, konnten für zwei von drei sogenannten Schulspielhöfen, die auf unterschiedlichste Art und Weise auch der breiten Öffentlichkeit und dem Breitensport zugänglich gemacht werden sollen, verschiedene Förderanträge gestellt werden. Damit steigen zumindest die Chancen auf eine Realisierung. Anders sieht es bei dem eigentlichen „Schulhof“ aus.

Laut Kostenschätzung soll dessen Realisierung mit 1.205.000 Euro zu Buche schlagen. Problem dabei: Stand heute besteht keine „Aussicht auf Förderung“. Das gilt im Übrigen auch für die geplante „Aktiv-Achse“ (440.000 Euro), die „Bus-Schul-Achse“ (405.000 Euro) und den Campusplatz (1.050.000 Euro).

Bei den genannten Achsen handelt es sich im Übrigen um Wegeverbindungen (Rad- und Fußwege) entlang und auf dem gesamten Campusgelände.

Unabhängig von den Kosten der Freiraumgestaltung, wies Stadtplaner Thomas Berger einmal mehr darauf hin, dass es sich um ein „multifunktionales Projekt“ handelt. Campus Lünen-Süd sei mehr als das, was dort ‚hochbaulich‘ passiert.

„Auf dem gesamten Gelände entsteht eine neue Struktur. Alte Gebäude verschwinden, neue Gebäude entstehen“, sagte Thomas Berger:

„Da ist die äußerer Gestaltung auch wichtig, ganz im Sinne des Campus-Gedankens.“ Damit ist nicht zuletzt die öffentliche Nutzbarkeit des Geländes gemeint.

Auf die Frage nach einem Zeitplan antwortete Berger am Mittwoch (3. März) auf Anfrage unserer Redaktion: „Da wir uns noch in einer sehr frühen Planungsphase befinden und es zudem noch offene Fragen bezüglich der Finanzierung der einzelnen Bausteine gibt, gibt es noch keinen konkreten Bauzeitenplan (…).“

Grundsätzlich, so Berger weiter, könne man aber sagen, dass die Bauarbeiten im Freiraum frühestens nach Fertigstellung der Sanierungsarbeiten am Hauptgebäude (Ende 2021/Anfang 2022) erfolgen können.

Flächenangaben: Die zu gestaltende Fläche umfasst nach Angaben der Stadt knapp 27.000 Quadratmeter (qm).

Aufgeschlüsselt sieht das so aus:

  • Schulspielhöfe: 9.820 qm
  • Campuspark: 9.700 qm
  • Bus-Schul-Achse: 1.130 qm
  • Aktiv-Achse: 2.500 qm
  • Campusplatz: 3.500 qm
Über den Autor
Redaktion Lünen
Jahrgang 1968, in Dortmund geboren, Diplom-Ökonom. Seit 1997 für Lensing Media unterwegs. Er mag es, den Dingen auf den Grund zu gehen.
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Torsten Storks

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