Eine Leitlinie soll den Umgang der Ärzte mit Post- und Long-Covid-Patienten erleichtern. © picture alliance/dpa
Feuer im Krankenhaus

Feuer in Klinik am Park: „Patient wäre nicht alleine herausgekommen“

Ein technischer Defekt löste in der Klinik am Park in Brambauer einen Feuerwehreinsatz aus. Das Pflegeunternehmen ZBI hatte die Station gemietet und ist dabei, den Vorfall zu rekonstruieren.

Als der Feuerwehreinsatz in der Klinik am Park im kurz vor Mitternacht am Montag (12.7.) beendet war, konnten alle Beteiligten aufatmen. Zwar mussten einige Patientinnen und Patienten der betroffenen Station sicherheitshalber verlegt werden – einer davon in die Intensivstation – verletzt wurde aber niemand. Umso erleichterter zeigte sich Barbara Huhn, Regionalleiterin vom ZBI-Standort in Lünen. Das Pflegeunternehmen betreut in den Räumlichkeiten des Krankenhauses beispielsweise Menschen, die außerklinisch beatmet werden müssen.

„Der Schreck war groß. Glücklicherweise haben alle Patientinnen und Patienten sowie die Mitarbeitenden den Brand schadlos überstanden“, sagte Huhn gegenüber unserer Redaktion. Ein Beatmungsgerät war in Brand geraten, sodass eine Brandmeldeanlage für einen großen Feuerwehreinsatz sorgte.

Pfleger löscht Brand mit einem Feuerlöscher

Als die Feuerwehr eintraf, war das Feuer aber schon aus. Mit einem Feuerlöscher hatte ein Pfleger das brennende Gerät gelöscht und somit Schlimmeres verhindert. Huhn versuchte, den Vorfall zu rekonstruieren: „Bei der Übergabe haben unsere Mitarbeitenden ungewöhnliche Geräusche aus dem betroffenen Zimmer gehört. Daraufhin sind sie gucken gegangen und kamen grade noch rechtzeitig. Der dort liegende Patient wäre nicht alleine aus dem Zimmer herausgekommen.“ Danach hätten alle Beteiligten vorbildlich gehandelt und den Gefahrenbereich geräumt.

Derzeit werde noch ermittelt, warum es bei dem Beatmungsgerät zu dem technischen Defekt kam, der den Brand ausgelöst hatte. „Der Herstellerfirma war am Dienstag vor Ort. Es gibt erste Vermutungen“, sagte Huhn. Konkreteres nannte sie nicht, ohne eine abschließende Beurteilung des Sachverständigen vorliegen zu haben.

Bis es soweit ist, bleibt das betroffene Zimmer der Station erstmal ungenutzt. „Aus versicherungstechnischen Gründen dürfen wir das Zimmer nicht verändern“, so Huhn. Die Spuren von Ruß und Löschschaum bleiben zunächst erhalten. Dementsprechend sei der Patient noch nicht in diesen Raum zurückverlegt worden. „Nach meiner Kenntnis befindet er sich weiterhin auf der Intensivstation“, führt Huhn weiter aus.

Der Defekt des Beatmungsgerätes sorgte zudem für Konsequenzen im Arbeitsalltag des Pflegeunternehmens. „Wir haben geschaut, welche Patientinnen und Patienten mit Geräten des gleichen Hersteller beatmet werden“, sagte Huhn. Außerdem werde geprüft, ob diese Technik in Zukunft ersetzt wird. Ausschließen lasse sich ein technischer Defekt dennoch nie.

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