Ein Toilettenproblem beobachtet ein Brambaueraner auch am Volkspark Brambauer (Archivbild). Er führt das auf die Corona-Situation zurück. © Michael Blandowski (A)
Unappetitliche Hinterlassenschaften

Haufenweise Ärger: Bürger nutzen Wäldchen in Brambauer als Toilette

Ein Toilettenproblem scheint es im Wäldchen hinter der Klinik am Park und am Volkspark zu geben. Hinterlassenschaften zeugen davon. Sie sorgen für einen Haufen Ärger und einen Verdacht.

Nackte Oberschenkel hat ein Mann aus Brambauer erst kürzlich an den Bäumen an der Brechtener Straße Richtung Volkspark gesehen. Eindeutige Hinterlassenschaften eines Toilettenproblems seien die Folge gewesen. Der Betroffene habe sich noch nicht einmal die Mühe gemacht, tiefer in den Wald zu gehen, schildert der Hundebesitzer aus Brambauer die Situation. Es sei nicht das erste Mal gewesen, dass er beim Gassigehen mit dem Hund in dem Wäldchen hinter der Klinik am Park und am Volkspark auf das unappetitliche Thema gestoßen sei: Menschen, die die Natur als Toilette benutzen.

Erst am Mittwochmorgen (13.1.) fand er wieder eindeutige Spuren. Anschließend blieben Taschentücher zurück. „Mein Hund riecht das schon auf 50 Meter.“

Dass sich die Vorkommnisse in den letzten Monaten gehäuft hätten, führt der Mann aus Brambauer auf Corona zurück. Seit dem Lockdown sind Läden oder Gastronomie geschlossen. Der Hundebesitzer vermutet ein weiteres Problem: Mancher Angehörige begleite Patienten zur Untersuchung in die Klinik am Park und müsse länger auf ein Untersuchungsergebnis warten. Weil er aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen nicht ins Gebäude dürfe, könne es ein Toilettenproblem geben.

Beobachtungen in Klinik nicht bekannt

„Uns sind solche Beobachtungen bisher nicht bekannt und auch nicht an uns herangetragen worden“, erklärt dazu Klaus-Peter Wolter, Pressesprecher des Klinikum Westfalen, zu dem die Klinik am Park in Brambauer gehört. Auch dass in nennenswertem Umfang Angehörige im Umfeld der Klinik am Park auf Untersuchungsergebnisse oder ähnliches warteten, sei nicht bekannt. „Die Zuordnung der beschriebenen Hinterlassenschaften zu einer solchen Personengruppe ist für uns nicht nachvollziehbar“, erklärt Wolter.

Soweit Patienten Begleitung benötigten, weil dies aufgrund der Erkrankung oder anderer Beeinträchtigungen erforderlich sei, werde solchen Begleitern auch – und speziell bei ambulanten Terminen – das Betreten des Hauses ermöglicht. „Selbstverständlich stehen stationären wie ambulanten Patienten Kommunikationswege offen“, so Wolter.

Begleitung in Ausnahmen möglich

Zur Infektionsvermeidung würden bekanntlich seit Monaten Zutritte zu Krankenhäusern reglementiert. „Für Angehörige von Patienten ist der Zutritt deshalb nur bei dem beschriebenen Begleitungsbedarf oder bei Ausnahmen von Besuchseinschränkungen gestattet“, betont Wolter. Natürlich könnten diese Angehörigen dann auch Toiletten benutzen.

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Redaktion Lünen
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Magdalene Quiring-Lategahn

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