Nur mit ehrenamtlichem Engagement klappt es: Auf 135 Mitglieder ist der Verein Doghausen mittlerweile gewachsen. © Peter Fiedler (Archiv)
Bauarbeiten

Hundewald Doghausen: Bis zur Wiedereröffnung ist in Lünen Geduld gefragt

Anfragen gibt es schon wieder einige - nicht nur aus Lünen. Hundebesitzer warten darauf, dass der Hundewald Doghausen wieder öffnet. Sie müssen sich noch gedulden - nicht nur wegen Corona.

Eigentlich könnte der Verein Hundewald Doghausen sein Gelände unweit des Freibades Brambauer schon wieder öffnen, doch bis es soweit ist, müssen sich die Hundebesitzer und vor allem ihre Vierbeiner noch gedulden.

„Wir sind momentan dabei, vieles umzugestalten“, so Alexander Halbe, Vorsitzender des Vereins. Dank finanzieller Unterstützung durch die Stadt Lünen ist es nun möglich, einen Tiefbrunnen auf dem Gelände zu bohren. Halbe: „Wir planen einen Wasserfall und einen Bachlauf.“ Und das nicht nur für die Hunde.

Auf diesem Wege will der Verein auch den benachbarten Bachlauf, der zum Ententeich führt, mit frischem Wasser versorgen. „Damit er nicht, wie im vergangenen Sommer austrocknet.“ Der Brunnen helfe so also auch den Tieren im Wald, wie Eichhörnchen, Igeln oder auch Rehen, immer an frisches Trinkwasser zu kommen. „Und wir können damit auch die Bäume auf dem Gelände gießen.“

Brunnen und Kletterwände

Bis es soweit ist, wird es aber noch etwas dauern. Der Fortgang der Arbeiten ist ja auch vom Wetter abhängig. „Wir müssen betonieren, wenn die Hunde rumlaufen, wäre es nicht so gut.“ Auch die Kletterwände werden umgebaut.

Inzwischen hat der Verein 135 Mitglieder. Um ihnen für ihre Unterstützung zu danken, soll es ab diesem Jahr – wenn der Hundewald wieder geöffnet ist – jedes dritte Wochenende eine Öffnung nur für Mitglieder geben. Auch zum Austausch untereinander.

Tunnel und Brücke zugleich ist dieses Holzbauwerk auf dem Gelände der Hundewiese. Wegen der Pandemie ist Doghausen seit 2. November vorübergehend geschlossen.
Tunnel und Brücke zugleich ist dieses Holzbauwerk auf dem Gelände der Hundewiese. Wegen der Pandemie ist Doghausen seit 2. November vorübergehend geschlossen. © Peter Fiedler (Archiv) © Peter Fiedler (Archiv)

Nach einiger Vorarbeit wurde der Hundewald Doghausen Anfang Oktober 2018 für die Öffentlichkeit freigegeben. Mittlerweile hat es sich nicht nur in der Region rund um Brambauer und Lünen herumgesprochen, dass dort für Hunde ein kleines Paradies geschaffen wurde. „Wir haben Anfragen aus Duisburg, Arnsberg und Köln. Auch von Leuten, die erst 150 Kilometer fahren müssten, um zu uns zu kommen“, so Halbe.

Frage nach Ausflugslokal in der Nähe

Bei dieser Anfrage wollte man auch wissen, ob es in der Nähe ein Ausflugslokal gebe. „Manche Leute hatten auch den Wunsch, dass sie sich bei uns mit mehreren Hundebesitzern treffen können. Das werden wir aber im Lockdown nicht zulassen, das wäre uns zu riskant im Hinblick auf Infektionen“, so der Vereinsvorsitzende.

Zusammen mit den Vereinsmitgliedern hofft er aber, dass es nach dem Ende des derzeitigen Lockdowns wieder losgehen kann. „Derzeit nutzen wir die Möglichkeit, auf dem Gelände zu arbeiten und freuen uns darauf, wenn die Hunde wieder dort laufen können.“

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
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Beate Rottgardt

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