Niederaden

In Niederaden ist Schützenfest – wenn auch komplett ohne Feier

Pfingsten wäre in Niederaden Schützenfest gewesen - doch auch wenn es weder Vogelschießen noch Feiern gab: Im Herzen feierten viele Niederadener. Zudem legte der Vorstand einen Kranz nieder.
Der Vorstand des Schützenvereins Niederaden legte zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder einen Kranz nieder. Diese Geste war allen trotz abgesagtem Schützenfest wichtig. © Tatenhorst

Grün-weiß waren viele Häuser in Niederaden über das Pfingstwochenende dekoriert – wenn auch nicht im üblichen Umfang eines Schützenfestes. Aber an etlichen Stellen im Dorf und an der Kreisstraße wurde beflaggt, bewimpelt oder mit Bändern geschmückt. Wenn Corona schon ein klassisches Fest unmöglich machte, so wollten etliche Haushalte doch zeigen, dass man dem Schützenwesen die Treue hält.

An vielen Stellen in Niederaden wehten die grün-weißen Flaggen in Verbundenheit zum Schützenwesen.
An vielen Stellen in Niederaden wehten die grün-weißen Flaggen in Verbundenheit zum Schützenwesen. © Montage: Tatenhorst © Montage: Tatenhorst

All das war aus dem Schützenvolk selbst gekommen, der Vereinsvorstand ging auf Nummer sicher und rief zu keiner Vereinsaktion auf. Er selbst legte nur am Freitagnachmittag einen Kranz auf den Niederadener Friedhof nieder. „Wir werden Euch nie vergessen“, versprach der amtierende König und Vorsitzende Gerd Garbe an der Gedenkstelle allen verstorbenen Mitgliedern.

Der amtierende König und Vereinsvorsitzende Gerd Garbe sprach vor dem Gedenkstein ein paar Worte und versprach, die Kameraden niemals zu vergessen.
Der amtierende König und Vereinsvorsitzende Gerd Garbe sprach vor dem Gedenkstein ein paar Worte und versprach, die Kameraden niemals zu vergessen. © Tatenhorst © Tatenhorst

Auch wenn Corona alle Feierlichkeiten verhinderte, gerade die Kranzniederlegung war dem Vorstand doch sehr wichtig gewesen. Denn nach dem klassischen Vorspiel eines Schützenfestes beginnt mit diesem Akt das eigentliche Geschehen bei einem Schützenfest. Und die Würdigung der Toten, denen man oftmals viel zu verdanken hat, das ging auch auf Abstand und unter Einhaltung aller Vorsichtsmaßnahmen.

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