Nach drei Arbeitsstunden steht die Krippe von St. Barbara Brambauer. © Foto: Michael Blandowski
Krippenaufbau

Kein Weihnachten ohne Krippe: Eindrucksvolle Holz-Figuren in St. Barbara

Die Krippe von St. Barbara in Brambauer ist eine besondere: groß und eindrucksvoll. Helfer haben sie aufgebaut und drei Stunden gebraucht, bis alles an seinem Platz war - auch das Stroh.

Die Krippe darf in der katholischen Kirchengemeinde St. Barbara Brambauer nicht fehlen. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie soll die vermutlich größte Krippe im Pastoralen Raum Lünens die Gläubigen auf das Fest einstimmen.

4,5 Meter breit, anderthalb Meter hoch und etwas über zwei Meter tief schätzt Küster Gerard Hilgert die Maße ein. Maria und Josef mit dem Christuskind, dazu drei Hirten, Ochs, Esel, Kamele und Könige – alle Figuren sind aus Holz. Auch drei Tannenbäume und ein leuchtender Stern gehören dazu.

„Der Krippenaufbau vor unserem Altar geht auf eine Idee unseres früheren Pfarrers Helmuth Rasel zurück. Zumindest als ich mit meiner Familie nach Brambauer kam, gab es die Krippe“, erinnert sich der aus Oberschlesien stammende Küster Gerard Hilgert. Auch er half am Samstag (19.12.) beim Aufbau mit. Aus dem Keller des angrenzenden „Philippus-Sun-Haus“ mussten die in Kisten verpackten Einzelteile geholt werden, vorher waren die Tannenbäume mit Lichterketten geschmückt worden.

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Die Krippe in St. Barbara ist besonders eindrucksvoll

Figuren aus Einzelteilen zusammengesetzt

Nach dem Zusammenschrauben der Einzelteile wurden ein grüner Bodenbelag sowie Heu und Stroh ausgelegt. Nach drei Stunden Arbeit war es geschafft. Belohnt wurden die Helfer mit Kuchen und Getränken von Sabine Hilgert.

„Auch wenn wir jetzt mit der Corona-Pandemie leider vorübergehend leben müssen, die Bedeutung von Weihnachten ist für mich die gleiche, wie vor der Pandemie. Dass ich und meine beiden Söhne, auch Messdiener hier in unserer Gemeinde, beim Krippenaufbau mithelfen, ist doch eine Selbstverständlichkeit“, meinte Tünde Toth. Das Weihnachtsfest feiert das Gemeindemitglied bedingt durch die „Corona-Vorgaben“ etwas kleiner.

Vorläufig „grünes Licht“ für eingeschränkte Gottesdienste an Heiligabend sowie an den Feiertagen signalisierte Gerard Hilgert. „Wir gehen bisher davon aus, dass alles so wie vorgegeben stattfinden wird. Vom Erzbistum Paderborn gab es bis zum heutigen Samstag keine anderen Meldungen.“ Daher wurde auch die Krippe aufgebaut. „Weihnachten ohne Krippe geht einfach nicht.“

Feiern nur im engsten Kreis

Damian Schnurawa, dreifacher Familienvater, stammt ursprünglich aus dem oberschlesischen Tarnowitz, in der Nähe von Beuthen. Er erinnert sich: „Früher haben wir als Großfamilie in einem Haus gewohnt. Natürlich aufgeteilt in jeweils einzelne Wohnungen. Der Besuch einer Weihnachtsmesse zu Mitternacht sowie zuhause das Singen von Weihnachtsliedern und das gemeinsame Abendessen gehörten einfach dazu.“ In der Zeit von Corona wird er nur im engsten Kreis Weihnachten feiern.

Fast alle der ehrenamtlichen Helfer haben sich für eine der Weihnachtsmessen angemeldet.

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Redaktion Lünen
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