Einen großen Wasserschaden hat es in der Kirche St. Ludger gegeben. Das wirkt sich auch auf den Gottesdienst am Sonntag (21.2.) aus. © Foto: Goldstein (A)
Wasserschaden

Leitungs-Leck in St. Ludger in Lünen sorgt für großen Wasserschaden

Menschen in Gummistiefeln in der Sakristei von St. Ludger: Sie retten, was zu retten ist. Eine undichte Leitung hat vieles unter Wasser gesetzt. Das hat Folgen für den Gottesdienst am Sonntag.

Ein Leck in einer Leitung hat die Sakristei und den Keller der St.-Ludger-Kirche in Alstedde geflutet. Bis zu 50 Zentimeter hoch stand das Wasser im älteren Kellerbereich. „Oben Dusche, unten Kneippbecken“, beschreibt Verwaltungsreferentin Beate Galler mit einer Portion Sarkasmus die Situation. Küster Benjamin Lis hatte am Dienstag (16.2.) bei seinem Rundgang den großen Wasserschaden festgestellt.

Seitdem laufen leistungsstarke Tauchpumpen und Trockengeräte. Eine Trinkwasserleitung war nicht dicht. Das Wasser lief die Wände hinunter bis in den Keller. Auch von außen ist die feuchte Wand deutlich zu sehen. Ob es an dem starken Frost der letzten Tage lag, ist momentan noch nicht klar. Ein Gutachter wird sich am Donnerstag die Situation in der neu umgebauten Kirche der Großgemeinde St. Marien am Heikenberg anschauen. Wie hoch der Schaden ist, kann auch noch nicht gesagt werden.

Das Leck in der Leitung hat für feuchte Wände gesorgt.
Das Leck in der Leitung hat für feuchte Wände gesorgt. © Kirchengemeinde © Kirchengemeinde

Priestergewänder in nassen Schränken

Derweil sind fleißige Helfer in Gummistiefeln damit beschäftigt, wichtige Dinge aus der Sakristei in die trockene Küche zu schaffen. Denn die Sakristei, der Altarraum, der Keller und ein Büro sind besonders nass geworden. In der Sakristei werden beispielsweise die unterschiedlichen Priestergewänder aufbewahrt. Zahlreiche Schränke mussten aus dem Wasser gezogen und entfeuchtet werden. „Wir retten, was zu retten ist“, sagt Beate Galler. In der Küche des erst im vergangenen Jahr neu eingerichteten Pfarrsaals werde jetzt eine Notsakristei eingerichtet. Kirchenvorstand Bernd Honermann und Haustechniker Siegfried Buchholz sind vor Ort. „Der Dienstag war kein schöner Tag“, sagt Beate Galler.

Gottesdienst nur für 20 Besucher

Weil sofort Wasser und Strom abgestellt wurden, ist in der Kirche kein Licht. Die neu angeschaffte Akustik-Anlage ist defekt, inwieweit Heizung und Elektrik betroffen sind, muss überprüft werden. Im Keller stehen auch Waschmaschine und Trockner. „Wir hoffen, morgen das Leck der Leitung schließen zu können, damit die WC-Anlage wieder genutzt werden kann“, sagt Beate Galler.

Der Gottesdienst in der Kirche muss am kommenden Sonntag (21.2.) ausfallen. Stattdessen soll er in den neuen Pfarrsaal verlegt werden, der von dem Wasserschaden nicht betroffen ist, teilt Pfarrer Michael Mombauer mit. Das wirft aber ein neues Problem auf: Weil durch die Auflagen der Coronaschutz-Verordnung auch in dem kleinen Saal Abstände einzuhalten sind, können nur 20 Gläubige an dem Gottesdienst teilnehmen.

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Redaktion Lünen
Lünen ist eine Stadt mit unterschiedlichen Facetten. Nah dran zu sein an den lokalen Themen, ist eine spannende Aufgabe. Obwohl ich schon lange in Lünen arbeite, gibt es immer noch viel zu entdecken.
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Magdalene Quiring-Lategahn

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