Pfarrer Richard Zastrow freut sich - die Suche nach einem neuen Zuhause für seine Familie und sich hat ein glückliches Ende gefunden. © Beate Rottgardt
Schwierige Suche

Pfarrer sucht seit Jahresanfang ein neues Zuhause für seine Familie in Wethmar

Ein neues Zuhause suchen Pfarrer Richard Zastrow und seine Familie schon seit Anfang des Jahres. Denn 2021 läuft der Mietvertrag für ihre bisherige Wohnung aus. Eine schwierige Suche.

Es ist nicht einfach, ein neues Zuhause für eine fünfköpfige Familie zu finden. Diese Erfahrung macht seit Jahresbeginn auch Richard Zastrow. Der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde braucht eine neue Wohnung oder ein Haus, denn der befristete Mietvertrag für sein bisheriges Zuhause in Wethmar läuft im Oktober 2021 aus.

Seit dem frühen Frühjahr bereits suchen Zastrow und seine Frau mit der Kirchengemeinde zusammen eine neue Wohnung oder auch ein Haus – zur Miete oder auch zum Kauf. Sie möchten mit ihren drei Kindern (6, 3 und knapp 1 Jahr alt) in Wethmar oder Nordlünen bleiben. Besonders dort, weil Zastrow für den Seelsorgebereich Johannes (Wethmar) zuständig ist. „Man bekommt so einfach mehr vom Leben im Arbeitsbereich mit. Und als Familie sind wir in den letzten vier Jahren in diesem Stadtteil angekommen.“

Seit die Familie im November 2016 nach Wethmar gezogen ist, haben Eltern und Kinder Freundschaften geschlossen, sind angekommen im neuen Zuhause. Der Älteste geht in Wethmar zur Schule, die Mittlere in die Kita, die bald auch der Jüngste besuchen wird.

Geeignete Objekte sind schnell weg

Der Lüner Wohnungsmarkt ist derzeit nicht so einfach, hat der 37-Jährige erfahren müssen. „In dieser Woche hatten wir ein geeignetes Objekt im Internet entdeckt, aber innerhalb eines halben Tages war es schon wieder weg.“

Offenbar, so Zastrows Erfahrung, geht viel über Mund-zu-Mund-Propaganda weg. Oder auch innerhalb von Nachbarschaften. Als er damals seine derzeitige Wohnung fand, war das auch so. „Wenn etwas Gutes auf dem Markt ist, ist es schnell weg.“

Die fünfköpfige Familie sucht eine Wohnung oder ein Haus mit ca. sechs Zimmern auf etwa 140 Quadratmetern und möglichst mit Garten – in Wethmar oder dem Lüner Norden, im Grünen. Der Amtsbereich für Gespräche und den Kontakt mit Gemeindegliedern bleibt weiterhin im Johanneshaus.

Wie schwer es ist, in Lünen eine Immobilie zu finden, weiß auch Maklerin Barbara Heitkamp, die seit 44 Jahren Wohnungen und Häuser verkauft und vermietet. Doch seit einigen Jahren wird das Geschäft für sie und ihre Kollegen immer mühsamer, dauert es immer länger, bis ein geeignetes Objekt gefunden wird. Gerade in Lünen seien zudem die Preise für Immobilien relativ hoch.

Derzeit werden vor allem kleinere 2,5- und 3,5-Zimmer-Wohnungen nachgefragt, sagt Andreas Zaremba, Geschäftsführer des Bauvereins zu Lünen. „Größere Wohnungen sind nicht so im Fokus, weil oftmals in diesem Bereich Familien dann eher nach einem kleinen Einfamilienhaus schauen“, so Zaremba. In diesem Bereich gebe es einen starken Konkurrenzkampf zwischen den Möglichkeiten Kauf und Miete.

Beim zweiten Kind denkt man über ein Haus nach

Die meisten kleineren Wohnungen werden von Alleinstehenden oder Paaren nachgefragt, Zaremba: „Wenn sich dann Nachwuchs ankündigt, will man eine größere Immobilie und beim zweiten Kind denkt man über ein Haus nach.“ Der Bauverein baut derzeit in Dortmund, darunter seien auch ein paar größere Wohnungen. Diese werden oft von älteren Paaren gemietet, die ihre größere Immobilie verkaufen. „Das ist dann auch wieder eine Chance für Familien, ein Haus kaufen zu können.“ Der Bauverein werde in den nächsten Jahren einen Mix an Neubau-Wohnungen errichten – kleinere wie größere.

Pfarrer Richard Zastrow muss sich bei der Größe des neuen Zuhauses auch an die Pfarrhausverordnung halten. „Fast zeitgleich mit dem Beginn der Coronakrise haben wir ein Angebot bekommen, ein Haus, das zum Verkauf stand. Leider waren aber andere Interessenten schneller. Denn es suchen derzeit wohl viele Leute.“

Die Ev. Kirchengemeinde strebt eine längerfristige Lösung an. Und würde sich über Angebote freuen, damit sie für die Pfarrfamilie Zastrow das Wohnungsproblem bald lösen kann.

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
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Beate Rottgardt

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