Neven Subotic freut sich über die Spende der itemis AG aus Brambauer für seine Stiftung, die Einnahmen der Corona-Tests gehen dorthin. © Selcuk Akdogan
Spende an Subotic-Stiftung

Software-Firma aus Brambauer beendet bald öffentliche Corona-Tests

Seit Mai bot die Brambauer Software-Firma itemis AG die Möglichkeit, sich am Lüntec auf Corona testen zu lassen. Ab 9. Oktober gibt es dort keine Tests mehr. Das hat einen guten Grund.

Wer nicht geimpft oder genesen ist, braucht im Alltag immer wieder einen gültigen Test als Nachweis, dass er nicht Corona-positiv ist. Ab Oktober müssen diese Tests allerdings von den Bürgern selbst gezahlt werden.

Zu hoher Aufwand

Das ist ein Grund, warum die itemis AG ab 9. Oktober das Angebot, sich in den Räumen Am Brambusch 15 testen zu lassen, einstellt. „Trotz steigender Testpflichten für Nicht-Geimpfte bzw. Nicht-Genesene und ebenfalls steigender Inzidenzen, würde das Anbieten von für die Öffentlichkeit kostenpflichtigen Tests bei uns zu übermäßigen Aufwänden in Bezug auf Abrechnung und Rechnungsstellung führen“, so die Begründung der itemis AG.

Schließlich handelt es sich um eine Software-Firma und nicht um ein Unternehmen aus dem Gesundheitswesen. Von daher habe man entschieden, öffentlich keine Schnelltests mehr anzubieten.

Als IT-Unternehmen verfüge die itemis AG weder über ein Kassensystem noch über alternative Zahlungsmöglichkeiten (EC- oder Kreditkarte) für Privatkunden. Des Weiteren würde man mit Teststellen an deutlich attraktiveren Standorten in direkte Konkurrenz treten, was auf einen „Preiskampf“ hinausliefe, dem man sich nicht stellen wolle.

Seit Mai waren Tests bei itemis möglich

Seit Mai gab es die Möglichkeit, sich am Lüntec testen zu lassen, die auch gut genutzt wurde. Die Einnahmen durch die Tests werden gespendet. Die erste Spende ging bereits zwischendurch an die Stiftung des bekannten Fußballers Neven Subotic.

„Wir haben die Tests in Zusammenarbeit mit der Süggel-Apotheke angeboten, von der wir das Material beziehen und die uns auch geschult hat,“ so Christine Akehurst, die im Aufrag von itemis das Testzentrum leitet. Sie ist eigentlich Naturwissenschaftlerin und in der Forschung tätig, wurde von itemis speziell für das Testzentrum eingestellt. „Mein Mann arbeitet bei itemis, daher der Kontakt“, so Christine Akehurst.

Zum letzten Mal samstags kann man sich am 18.9. von 10 bis 15 Uhr bei itemis testen lassen. Danach ist das Testzentrum dort samstags nicht mehr geöffnet. Bis einschließlich 8. Oktober gelten dann die Öffnungszeiten am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8 bis 13 Uhr. Ab 9. Oktober wird das Testzentrum vorerst schließen.

Bei der itemis AG in Brambauer gibt es noch bis Anfang Oktober die Möglichkeit, einen Corona-Schnelltest durchzuführen. Ab 9. Oktober wird die Testtätigkeit für die Öffentlichkeit dort eingestellt. © Goldstein (Archiv) © Goldstein (Archiv)

„Sollte sich an der Situation jedoch etwas ändern – die Kosten für Testungen beispielsweise wieder für alle erstattet werden oder Testungen aus diversen Gründen in großer Anzahl benötigt werden – sind wir gerne jederzeit dazu bereit, den Betrieb wieder aufzunehmen”, so ein Sprecher von itemis.

Am Wochenende kamen Leute auch spontan

Vor allem Mitarbeiter der verschiedenen Firmen rund ums Lüntec haben das Angebot, sich bei itemis testen zu lassen, gerne angenommen. Als das Testzentrum noch samstags und sonntags geöffnet war, kamen bis zu 40 Leute zum Testen, oft auch spontan. „Meistens ging es darum, dass die Leute jemanden im Krankenhaus oder Pflegeheim besuchen wollten und dafür einen aktuellen Test brauchten,“ so Christine Akehurst. Während der Woche gab es fast nur im Vorfeld gebuchte Tests. Aber auch Besucher des Cafés Lüntec, die einen Test für den Besuch im Innenraum benötigten, nutzten die Möglichkeit, sich testen zu lassen.

Besonders groß war die Anfrage während der Urlaubs- und Ferienzeit. „Denn wir haben auch EU-Zertifikate ausgestellt, die man bei der Einreise in einige Urlaubsländer braucht“, so Christine Akehurst. Zum Team im Testzentrum am Lüntec gehört ein festangestellter Mitarbeiter, der nur die Tests durchführt, aber auch immer wieder Mitarbeiter aus der Brambauer Software-Firma, die ausgeholfen haben.

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
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Beate Rottgardt

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