Die ehemalige, leerstehende Zweigstelle der Sparkasse an der Mühlenbachstraße in Brambauer soll zu einer Kita umgebaut werden. © Goldstein
Jugendhilfeausschuss

Sparkassen-Filiale in Brambauer soll Kita werden: Umbau möglichst schnell

Wo es früher um Geld ging, können bald Kinder spielen: Die ehemalige Sparkassen-Filiale Mühlenbachstraße soll Kita werden. Denn in Brambauer fehlen vor allem Plätze für über Dreijährige.

Weil ein Investor abgesprungen ist, kann ein Kita-Projekt in Brambauer nicht wie vorgesehen umgesetzt werden. Dabei gibt es Bedarf, vor allem bei den über Dreijährigen. Als „Notlösung“ steht jetzt die ehemalige Zweigstelle der Sparkasse an der Mühlenbachstraße im Fokus. Es wäre nicht das erste Mal, dass Kinder in einem ehemaligen Geldinstitut spielen: Auch in Gahmen ist eine leerstehende Filiale umgebaut worden. Im Gegensatz dazu soll allerdings in Brambauer der Geldautomat erhalten bleiben. Das forderte SPD-Ratsfrau Nina Kotissek in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Dienstag (1.6.) im Hansesaal.

Die Stadt Lünen will die 350 Quadratmeter großen Räumlichkeiten für zehn Jahre anmieten, beziehungsweise einen freien Träger als Mieter gewinnen. Wer künftiger Träger sein soll, steht noch nicht fest. Vorher muss es einen Ratsbeschluss geben. Allerdings befindet sich die Zweigstelle in 500 Metern Luftlinie zu den Einrichtungen evangelische Kita Martin Luther Im Lohfeld, zur DRK-Kita Kinderplanet Rudolphstraße und der städtischen Kita Mühlenbachstraße. Die Stadt favorisiert freie Träger, da sie kostengünstiger sind. Wenn diese die Trägerschaft aber nicht übernehmen wollen, könnte die neue Kita eine Dependance der städtischen Kita Mühlenbachstraße werden.

Mit dem Umbau soll es diesmal besser laufen

Bis zu 35 Kinder von drei bis sechs Jahren sollen die Einrichtung besuchen können. In erster Linie geht es um über Dreijährige, weil hier der Bedarf am größten ist. Das soll möglichst schnell klappen: Kornelia Müller, Leiterin der Tagesbetreuung für Kinder, hofft darauf, dass der Umbau im laufenden Kita-Jahr 2021/2022 fertig wird. Bei dem Vorreiter in Gahmen habe das nicht so gut geklappt, diesmal soll es besser laufen. Der Vorstand der Sparkasse habe ein Architekturbüro mit den Plänen für den Umbau und die kindgerechte Gestaltung des Außengeländes beauftragt.

Das Thema Parkplätze

Die Frage der Parkplätze brachte Nina Kotissek ins Spiel, vor allem mit der Idee, vielleicht auch die unbenutzte Fläche am Gemeindehaus dafür nutzen zu können. Diese Hinweis wolle die Stadt aufnehmen. Weil wohnortnah Kita-Plätze geschaffen werden, rechnet sie mit weniger Autoverkehr. Der Jugendhilfeausschuss hat einstimmig sein Ja zu dem Projekt gegeben. Die abschließende Entscheidung dazu trifft der Rat.

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Magdalene Quiring-Lategahn

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