2.800 Motorräder fuhren am Sonntag (1.8.) durch Brambauer. © Foto: Michael Blandowski
Demonstration

Tausende Motorradfahrer setzten in Brambauer ein Zeichen

Fast fünf Kilometer lang zog sich der Protestzug, der sich gegen Motorrad-Fahrverbote richtete. Auch in Brambauer wurde ein Stopp eingelegt. Dort wurde es für kurze Zeit still.

Der Protest am Sonntag (1.8.) war gewaltig und eindrucksvoll. Aus weiter Entfernung angereist. Geballte Männer- und Frauenkraft, sitzend auf schweren Motorrädern. Lederkluft, teilweise mit Sonnenbrillen auf der Nase, entweder alleine am Steuer oder der Sitzpartner als Begleitung hinten drauf. Dazu einen Helm als Sicherheit. Ebenso ein sicherer Tritt auf Gas und Kupplung.

Zeichen gegen Verbote und Einschränkungen

Mit einem Korso von 2800 Motorrädern, schätzungsweise einer Schlangenlänge von fünf Kilometern, teilweise auch mit Beiwagen ausgestattet, setzten am Sonntag die Mitglieder von den ausrichtenden Vereinen „Kilometerfresser“, „Bikers for Freedom“ und dem Bundesverband der Motorradfahrer sowie der Begleitung von zahlreichen Hobbymotorradfahrern ein deutliches Zeichen gegen die angekündigten Verbote und Einschränkungen für Motorradfahrer.

„Wir sind für ein einheitliches Tempolimit auf den Straßen für Lkws, Pkws und Motorräder. Bisher gibt es keine Gleichbehandlung von Pkws, Lkws und Motorrädern. Es gibt folglich ein Ungleichgewicht zwischen uns Verkehrsteilnehmern“, sagt Michael Wilczynski, stellvertretender Vorsitzender aus dem Referat Streckensperrung vom Bundesverband der Motorradfahrer (BVDM).

Angefangen vom Parkplatz zwischen Ruhrallee und Ardeystraße in Dortmund gaben die Freunde des Motorsports mächtig Gas. Auch über Lünen-Brambauer führte die PS-starke Protestwelle.

Schweigeminute für Unfallopfer

Die Gedenkminute für verunglückte Motorradfahrer sowie zum Gedenken an die Opfer der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz an der Ecke Brambauerstraße und Meininghauser Straße beziehungsweise im Gewerbegebiet Ost (Nähe Stolzenhoff) gab dem Protestzug darüber hinaus eine Note gegen das Vergessen.

Im Gewerbegebiet Ost wurde den verunglückten Motorradfahrer sowie den Opfern der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gedacht. © Foto: Michael Blandowski © Foto: Michael Blandowski

„Ich möchte meine Freiheit auf dem Motorrad genießen. Ich möchte mein Hobby ausleben. Deshalb ärgern mich einfach die angekündigten Verbote“, so die Brambauer Hobbymotorradfahrerin Kathrin Backhove, Besitzerin einer Yamaha MT09 mit 890 Kubikzentimetern Hubraum.

„Ich möchte in meiner Freizeit Spaß haben und die Luft von Freiheit und Abenteuer genießen“, so die eindringliche Kernbotschaft von Saskia Wegener, ebenfalls eine Brambaueranerin, ausgestattet mit viel PS und Leidenschaft.

Wie bereits angekündigt, hielten sich die Teilnehmer an die vorgegebenen Richtlinien. Kein unnötiger Lärm durch hohe Drehzahlen oder Burnouts, gemeint ist damit das Durchdrehenlassen der Reifen.

Sicher und unfallfrei begleitet wurde die Motorrad-Demonstration durch die Polizei Dortmund, welche auch für die vorübergehenden Straßenabsperrungen in Dortmund und Lünen sorgte.

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Redaktion Lünen
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