1000 Euro für die Obdachlosen

LÜNEN Rund 1000 Euro, das ist die Bilanz der Aktion „Lyrik und Linsensuppe“ am Samstag im Kino Cineworld. Bekannte Lüner lasen vormittags ihre Lieblingsgedichte. Die Idee des Vereins „Dach über dem Kopf“ zugunsten obdachloser Menschen ging auf.

von Von Volker Beuckelmann

, 27.01.2008, 15:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Iris Streich trug Streiche aus der Feder von Wilhelm Busch vor.

Iris Streich trug Streiche aus der Feder von Wilhelm Busch vor.

„Der Erfolg war so beeindruckend“, freute sich Pfarrer Ulrich Klink, der erste Vereinsvorsitzende. Mit rund 130 Zuhörern war das Interesse größer als erwartet und so mussten im Kinosaal 1 auch die Stufen und zusätzliche Sitzbänke genutzt werden. Mit zwei Gedichten von Wilhelm Busch begannen die Lesungen sehr humorvoll. Vorgetragen wurden die Texte, darunter „Der Maler Kleckse“, von Iris Streich und Elisabeth Nottenkemper.

Max und Moritz im Ruhrpott-Slang

„Der Gockel hat das gleich geschnallt, ich glaube ich steh im Wald“, sagte Mike Wiedemann, Organisator des Kinofestes, der silbensparend, direkt und sehr lustig sprach. Er entschied sich auch für einen Text von Wilhelm Busch, jedoch in einer Übersetzung von Claus Sprick. Max und Moritz in der Sprache des „Ruhrpotts“, das Publikum war begeistert. „An der Wursttheke“, so lautete die Parodie über das menschliche Scheitern, die Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick mit seinem Lieblingstext zur Freude der Zuhörer vortrug.

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