13.500 Unterschriften gegen forensische Klinik

Forensik-Standort Lünen

13.500 Unterschriften gegen eine Forensik in Lünen liegen mittlerweile vor. Tendenz steigend. Etwa 600 Mitglieder hat die Bürgerinitiative (BI) „Lünen ohne Forensik“. Tendenz ebenfalls steigend.

LÜNEN

von Von Peter Fiedler

, 07.11.2012, 16:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mehr als 13.000 Unterschriften gegen die Forensik in Lünen gibt es bereits.

Mehr als 13.000 Unterschriften gegen die Forensik in Lünen gibt es bereits.

BI-Vorsitzender Dirk Hartmann freut sich über diesen starken Rückhalt und sieht ihn als Auftrag, alles zu tun, um eine forensische Klinik für psychisch kranke Straftäter in Lünen zu verhindern: „Wir wissen, dass es noch keinem gelungen ist, einen Standort weg zu klagen. Es ist unfassbar schwer. Doch tun wir nichts, haben wir schon verloren.“ Dass die Entscheidung von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens für den Standort Victoria-Brache noch politisch gekippt werden könnte, glauben Hartmann und BI-Sprecher Michael Zawisch eher nicht. Bliebe allein der Rechtsweg.  

„Wir führen Gespräche auf allen Ebenen. Wir gucken, wer hat Klagerecht gegen was. Das müssen Top-Juristen machen. Wir werden etwas finden, da bin ich mir sicher. So wird es zum Beispiel um die Rechtsstaatlichkeit der Entscheidungsfindung gehen. Wie der Bundestagsabgeordnete Dieter Wiefelspütz sind wir der Auffassung, dass das Verfahren rechtswidrig ist“, erläutert Hartmann.  Er stellt noch einmal klar, warum die Bürgerinitiative angetreten ist: „Mit uns muss man über Forensik gar nicht reden, diese gesellschaftliche Verantwortung sehen wir und unterstützen wir.“ Die BI führe eine „reine Standortfaktoren-Diskussion“, so der Vorsitzende. „Wir in Lünen fühlen uns bei der Verteilung von negativen und positiven Faktoren durch das Land vollkommen benachteiligt. Die Entscheidung ist einfach nicht gerecht“, betont Hartmann. Lünen müsse mehr als andere Städte der Region um Attraktivität kämpfen.  

Am Rande des Kinofestes nächste Woche wolle man versuchen, mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft über das Thema zu sprechen. „Aber das Kinofest ist ein Leuchtturm für Lünen und soll auf keinen Fall beschädigt werden“, erklärt Dirk Hartmann. Er bittet deshalb darum, dass nicht demonstriert wird und keine Plakate gezeigt werden.

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