140 Straftaten? Mehrere Lüner unter Verdacht

Polizei nimmt Verdächtige fest

Spektakulärer Ermittlungserfolg: Die Polizei hat eine Gruppe Lüner im Alter von 16 bis 23 Jahren festgenommen, die im Verdacht stehen, über 140 Straftaten begangen zu haben. Darunter mehr als 100 Einbrüche.

LÜNEN

, 24.06.2014, 17:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Besonders im Lüner Norden sollen die Tatverdächtigen in Wohnungen eingebrochen sein, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Verstärkt Geschäftseinbrüche soll die Gruppe in Bergkamen-Oberaden verübt haben.  Abgesehen von Wohnungs- und Geschäftseinbrüchen sollen die Tatverdächtigen für etwa 40 weitere Straftaten infrage kommen. Dabei handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um Ladendiebstähle, Diebstähle aus Autos und weitere Diebstähle. Zudem soll die Gruppe bei Wohnungseinbrüchen EC-Karten gestohlen haben - mit diesen wurde anschließend teilweise Geld abgehoben. 

Am vergangenen Mittwoch, 18. Juni, nahm die Polizei in Lünen zwei 19- beziehungsweise 20-jährige Männer fest, die für eine Reihe von bandenmäßigen Wohnungs- und Geschäftseinbrüchen infrage kommen. Zudem sollen sie einen Raubüberfall und einen Kreditbetrug in Lünen verübt haben. Beide Männer sind einschlägig vorbestraft und wurden noch am gleichen Tag dem Haftrichter vorgeführt, der jeweils Untersuchungshaft anordnete.

Zu der Tätergruppe, die offenbar eine Bande bildete, gehören weitere sechs Verdächtige. Sie alle sind laut Staatsanwaltschaft deutscher oder türkischer Herkunft und wohnen in Lünen. Die fünf Männer zwischen 16 und 23 Jahren sowie eine 22-jährige Frau wurden von der Polizei bereits am 13. Mai sowie am 6. Juni in Lünen und Bergkamen festgenommen. Drei Männer im Alter von 19, 20 und 22 Jahren sowie die Frau wurden dem Richter vorgeführt, der in allen Fällen Untersuchungshaft anordnete.

Ein als Randfigur aufgetretener 23-Jähriger kam wieder frei. Der Untersuchungshaftbefehl gegen den 16-Jährigen wurde durch den Haftrichter gegen Auflagen wieder außer Vollzug gesetzt; der Junge wurde seinem Erziehungsberechtigten übergeben. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern noch an.

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