29-Jähriger schlägt Kunden in Supermarkt in Brambauer

Verhandlung am Landgericht

Das ist ein Albtraum: Ein Kunde in einem Supermarkt in Brambauer ist von einem 29-Jährigen angegriffen und zu Boden geschlagen worden. Der Täter steht jetzt vor Gericht. Er kämpft um eine Perspektive für sein Leben.

Lünen

, 20.11.2017, 13:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Landgericht in Dortmund.

Das Landgericht in Dortmund. © dpa

Nach einer Serie von Ausrastern droht einem psychisch kranken Dortmunder (29) die dauerhafte Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie. Im Prozess vor dem Dortmunder Landgericht will sich der Beschuldigte erst später zu den Vorwürfen äußern.

Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung: Die Liste der Vorwürfe gegen den jungen Mann ist lang.

In einem Supermarkt in Lünen-Brambauer soll er im Februar grundlos einen anderen Kunden angegriffen und zu Boden geschlagen haben. Auch Passanten an einer Bahnhaltestelle in Dortmund-Wickede und ein Kioskbetreiber in Eving zählten offenbar zu den Zufalls-Opfern des 29-Jährigen. Darüber hinaus soll er am Dortmunder Hauptbahnhof negativ aufgefallen sein, wo er angeblich mit erhobenem rechten Arm auf und ab lief und Naziparolen brüllte.

Hoffen auf Bewährung

Ende Mai zog die Polizei den Beschuldigten dann aber endgültig aus dem Verkehr. Seitdem ist er vorläufig in einer Klinik untergebracht. Und die Behandlung tut ihm offensichtlich ziemlich gut. Zu Prozessbeginn wirkte der psychisch kranke Mann locker und aufgeräumt.

Jetzt hofft er darauf, dass die Unterbringung vielleicht zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Dafür müsste er den Richtern allerdings eine Perspektive für die Zukunft aufzeigen. Derzeit ist aber völlig unklar, wo der 29-Jährige nach einer möglichen Haftentlassung wohnen könnte.

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